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SALENSTEIN: Eine Quadratfläche des Schlossparkes für 100 Franken

Die Stiftung Napoleon III präsentiert sich erneut als Macher. Die zweite Etappe der Wiederherstellung des Schlossparks Arenenberg wird angepackt. Die Projektstudie liegt vor. Kosten: rund 1,5 Millionen. Gesucht werden nun Spender.

Bei einer Medienkonferenz wurde im Shop des Napoleonmuseums über das Projekt zur Wiederherstellung des östlichen Teils des Schlossparks Arenenberg informiert. Diesesmal soll die zweite Etappe des einstigen Schlossparks angepackt werden. Der erste Teil konnte 2008 eingeweiht werden. Er wurde in den Jahren 2004 bis 2008 unter der Führung der Stiftung und in enger Zusammenarbeit mit dem kantonalen Hochbauamt restauriert. «Die Stiftung Napoleon III hat sich zum Ziel gesetzt, den Landschaftspark Arenenberg als Ganzes wiederherzustellen», sagte Stiftungspräsident Christof Baumann.

Viele Verschönerungen sind geplant

Intensive Vorbereitungen waren nötig für diese Projektstudie. Der östliche Teil der Parkanlage umfasst die Serpentine zur Kantonsstrasse und zum Seeufer, der ehemalige Hauptzugang zum Schloss mit der von Prinz Louis Napoleon errichteten Brücke (derzeit zugeschüttet), die ursprüngliche Anlage des Feldherrenzeltes, die Bachöffnung und die Strassenquerung der Kantonsstrasse. Ob der frühere kaiserliche Badeplatz, heute vom Bildungs- und Beratungszentrums Arenenberg genutzt, wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, ist noch nicht geklärt. Historisch ist belegt, dass sich da einst ein Schiffsanlegesteg befand.

Vizepräsident Heier Lang blendete zurück in die Zeit des letzten französischen Kaisers Napoleon III, der seine Jugendjahre auf dem Schloss Arenenberg verbrachte. 1906 schenkte seine Gattin, Kaiserin Eugenie, die Anlage dem Kanton, der die Landwirtschaftliche Schule und das Museum einrichtete. «Ab 1906 verwilderte der Park, er wurde der Landwirtschaft zugeteilt und Parkteile wurden mit Aushub zugeschüttet», sagte Heier Lang. Er hat mit seinem Hund einst Historisches aufgespürt, die Erde hatte alles konserviert und so hat Lang Vieles ins Rollen gebracht.

Für den Landwirtschaftsbetrieb Arenenberg bedeutet die Wiederherstellung des östlichen Schlossparkteils eine Erweiterung der Parkpflege für die Gärtnerei und eine Änderung der Bewirtschaftung. Martin Huber, Direktor des BBZ Arenenberg: «Im neuen Teil sollen Schafe weiden, sie machen die Pflege exakter und belasten den Boden weniger als Kühe, so dass Parkcharakter entsteht.» Die Schafherde werde von zwölf auf 20 Mutterschafe vergrössert. Huber sieht dies auch als Chance für die Gastronomie Arenenberg: Das Lammfleisch, die Wolle, die Felle von den Parkschafen, das passe hervorragend ins Gastronomiekonzept des Arenenbergs.

Bäume und Flächen können «gekauft» werden

Gestern war auch der offizielle Startschuss der Spendenaktion, denn es braucht Geld, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Die Gesamtkosten liegen bei 1,5 Millionen Franken. Beiträge werden vom Kanton, vom Lotteriefonds und zahlreichen Sponsoren erhofft. Ab sofort können Bäume für die Parkserpentine gekauft, respektive gesponsert werden, ebenso läuft der «virtuelle Kauf» von Flächen auf dem Parkareal. Ein Quadrat ist für 100 Franken zu haben, der Name erscheint bei Berührung der entsprechenden Quadrate auf der Webseite der Stiftung Napoleon III und verbleibt im Plan auf ebendieser. Beim Erwerb eines oder mehrerer Bäume, die entlang der Serpentine gepflanzt werden sollen, erscheint der Name nach der Pflanzung beim Baum und im Plan der Stiftung. Ein Baum kostet 900 Franken. Baustart ist erst, wenn das Geld vorliegt. Zeithorizont? «2020 bis 2021», sagte Stiftungspräsident Christof Baumann. Als weiteren Impulsgeber wurde die Landesgartenschau 2020 in Überlingen genannt.

Margrith Pfister-Kübler

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Hinweis

Informationen zum Projekt und die Möglichkeit zum «virtuellen Kauf» von Bäumen und Flächen: www.stiftungnapoleon.ch.

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