Ruhigere See nach Sanierung

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Stein am Rhein Nebst den personellen Rochaden blickte die URh-Führung auf ein Jahr mit einigen Herausforderungen zurück. «Es war geprägt von der Sanierung», sagte Reto Dubach. Dank der Mithilfe aller Mitarbeiter, aber auch dank der Drei-Säulen-Strategie sowie der Bereitschaft der Aktionäre habe die URh das strukturelle Defizit abwenden können. Erstens erhöhte sie ihr Aktienkapital um eine halbe Million. «Bis Ende 2016 wurden Aktien im Wert von 180000 Franken gezeichnet», sagte Dubach zufrieden. Zweitens gewährten die Kantone Thurgau und Schaffhausen zinslose Darlehen in der Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Franken, womit die Schiffe Schaffhausen und Arenenberg neu motorisiert werden können. Und drittens verbesserte die URh ihr Jahresergebnis.

Massnahmen für nachhaltige Gesundung

Dem Gewinn von rund 252000 Franken haben die Aktionäre schliesslich grossmehrheitlich zugestimmt. Verantwortlich für die schwarzen Zahlen sind einerseits höhere Fahrgastzahlen, andererseits geringere Ausgaben wie etwa beim Personalaufwand. So wurde beispielsweise die Geschäftsleitung reorganisiert. Dubach präsentierte des weiteren Massnahmen für eine nachhaltige Ergebnisverbesserung. So sollen die Kosten mit polyvalent einsetzbaren Mitarbeitern eingegrenzt oder Synergien beim Ticketing sowie in der Gastronomie genutzt werden. «Einiges haben wir schon umgesetzt, anderes steht noch an», sagte Dubach.

Die URh-Spitze musste sich auch kritische Voten gefallen lassen. So müsse sich die URh nach Abgängen im nautischen Personal stark machen für junge Mitarbeiter, «nicht dass irgendwann niemand mehr die Schiffe steuern kann.» Zudem wollte ein Aktionär wissen, was der Sanierer Benno Gmür kostete. Dubach versicherte: «Definitiv weit unter 100000 Franken.» (sko)

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