Rückspiegel

Die Thurgauer GSoA im Winterschlaf Die Abstimmungs- und Wahlkämpfe sind in der Sportferienwoche eingeschlafen. Statt Plakate zu kleben und Flyer zu verteilen, waren auch für Politikerinnen und Politaktivisten Skifahren oder Schneeschuhlaufen angesagt.

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Die Thurgauer GSoA im Winterschlaf

Die Abstimmungs- und Wahlkämpfe sind in der Sportferienwoche eingeschlafen. Statt Plakate zu kleben und Flyer zu verteilen, waren auch für Politikerinnen und Politaktivisten Skifahren oder Schneeschuhlaufen angesagt. Einzig auf die Thurgauer Regionalgruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) hatte das Ferienloch keinen Einfluss: Sie war auch schon vorher im politischen Winterschlaf.

Ausgerechnet in der emotionalen Auseinandersetzung um die Waffenschutz-Initiative, zu deren Urheber die GSoA selber gehört, glänzen die Thurgauer GSoAisten mit Abwesenheit.

Das war auch schon anders: Zur Initiative für ein Waffenexportverbot vor über einem Jahr hatte die GSoA Thurgau eine Demonstration vor der Mowag in Kreuzlingen organisiert. Immerhin 60 Sympathisanten trotteten damals hinter dem selber gebastelten Käse-Panzer-Maskottchen her. Seither hat es nicht einmal mehr zu einem Eintrag auf der Facebook-Seite gereicht.

Die Thurgauer GSoA-Regionalgruppe findet es selber schade, dass sie im jetzigen Abstimmungskampf nicht aktiv auftritt. Die treibenden Kräfte in der Gruppe seien zurzeit anderweitig beschäftigt, heisst es auf Anfrage. Aber das könne sich wieder ändern: «Die GSoA im Thurgau ist nicht tot, mit uns ist wieder zu rechnen.» Zumindest die Thurgauer Armee- und Waffenfreunde werden auf dieses Frühlingserwachen gerne noch etwas länger warten.

Christof Widmer