Romanshorn protestiert bei Ueli Maurer

ROMANSHORN. Der Romanshorner Stadtrat wehrt sich gegen die geplante Aufhebung der Zollstelle. In einer ausführlichen Stellungnahme an Bundesrat Ueli Maurer legt die Exekutive die Gründe dar und bittet darum, von einer Schliessung abzusehen.

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Der Fährenbetrieb könnte unter dem Aus für die Romanshorner Zollstelle leiden, fürchtet die Stadt. (Bild: Archiv/Susann Basler)

Der Fährenbetrieb könnte unter dem Aus für die Romanshorner Zollstelle leiden, fürchtet die Stadt. (Bild: Archiv/Susann Basler)

Der Stellenabbau beim Zoll löse eine Kettenreaktion aus, begründet der Stadtrat. Die Schliessung der Zollstelle hätte unweigerlich das Ende des internationalen Fährbetriebs Romanshorn-Friedrichshafen zur Folge, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwochmorgen, die über das Schreiben informiert. Die über die Zollstelle abgefertigten Lastwagen, welche die Fähre bei jedem Wetter und regelmässig über das ganze Jahr verteilt für die Überfahrt benutzen, seien unverzichtbar für eine solide Grundauslastung. Diese sei für die Fährbetreiber als Ergänzung zur touristischen Nutzung über die Sommermonate existenziell.

Der internationale Fährverkehr bilde nicht nur die sichere Brücke für alle Verkehrsträger über den Bodensee, sondern wirke auch als Impulsgeberin für die Hafenstadt und die ganze Region, hält der Stadtrat in seinem Schreiben an Bundesrat Maurer fest. Hinzu komme, dass der Bund in Romanshorn in den vergangenen 30 Jahren Hunderte von Stellen gestrichen habe und mit einem Abbau der Zollstelle auch noch die letzten zwei Arbeitsplätze des Bundes verloren gingen.

Der vollständige Wortlaut der Eingabe an den Bundesrat ist auf www.romanshorn.ch aufgeschaltet. (red.)