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ROMANSHORN: Luxus-Umbau für die MS Säntis hat sich gelohnt

Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt hat die angestaubte MS Säntis im letzten Jahr für über zwei Millionen Franken zu einer exklusiven "Yacht für einen Tag" umgebaut. Die Investition zahlt sich aus.
Markus Schoch
Auf dem Oberdeck des Eventschiffes hat es eine Bar/Lounge mit Aussenbereich. (Bild: Reto Martin)

Auf dem Oberdeck des Eventschiffes hat es eine Bar/Lounge mit Aussenbereich. (Bild: Reto Martin)

Markus Schoch

markus.schoch

@thurgauerzeitung.ch

Die Schweizerische Bodensee- Schifffahrt (SBS) hat viel gewagt – und viel gewonnen. Sie machte im letzten Winter aus dem 60 Jahre alten Ausflugsschiff Säntis eine «Yacht für einen Tag» mit Kirschholz und Messing, die ­maximal 180 Passagieren Platz bietet und im Mai 2017 zum ersten Mal mit Gästen in See stach.

Der Weg dahin war äusserst mühsam und mit Konflikten gepflastert. «Aber wir haben es trotz aller Widerwärtigkeiten ­geschafft. Weil wir uns zusammen mit dem Personal sehr viel überlegt haben, zielgerichtet und unbeirrt vorwärts gegangen sind und wir uns nicht mit dem Erstbesten zufrieden gegeben haben», sagte SBS-Verwaltungsratspräsident Hermann Hess bei der Jungfernfahrt im letzten Frühling.

Umsatz fast verdreifacht

Die Investition von über zwei Millionen und all die Mühen waren nicht umsonst. Das 40 Meter lange Eventschiff lässt die alte MS Säntis weit hinter sich. «Der Umsatz ist um 180 Prozent gestiegen», sagt Hess. Oder anders ausgedrückt: Die Einnahmen aus dem Billettverkauf und der Bordgastronomie haben sich fast verdreifacht. Die Vergleichsperiode umfasst allerdings nur acht ­Monate von Mai bis Dezember. Zudem verkaufte die SBS gegen Ende 2016 keine Charterfahrten mehr für die «Säntis», weil sie den Umbau ursprünglich bereits im November oder Dezember an die Hand nehmen wollte. Was sie dann aber erst im Januar 2017 tat. Doch selbst wenn man diese beiden verlorenen Monate berücksichtige, wäre der neue Ertrag ­immer noch mindestens doppelt so hoch wie der alte, schätzt Hess. So oder so übertrifft das Eventschiff die kommerziellen Erwartungen des Verwaltungsrates bei weitem. «Wir hatten vielleicht mit einem Plus von 20 bis 30 Prozent gerechnet. Insofern ist die Entwicklung sehr erfreulich.»

Die «Yacht für einen Tag» setze innenarchitektonisch, technisch und kulinarisch neue Massstäbe, sagt Hess. Damit sei es ­gelungen, zusätzliche Kundengruppen zu gewinnen, die hohe Ansprüche stellen. Gebucht werde das Schiff hauptsächlich von Privaten und Firmen aus der ganzen Ostschweiz. Sie hätten aber auch Gruppen aus Zürich oder dem Emmental. «Dieses Jahr ist die Yacht bereits gegen 30-mal vermietet.»

Einzelpersonen sind an Bord ebenfalls willkommen, und zwar dieses Jahr jeden Sonntag bei einer dreistündigen Ausfahrt mit reichhaltigem Brunch.

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