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ROMANSHORN: LAN-Parties: Absahnen mit Profis

Der Romanshorner Manuel Oberholzer engagiert sich bei einem Club, dessen Mitglieder Topspieler diverser Computerspiele sind. Der Club heuert sogar Spiel-Cracks aus Südkorea und Frankreich an.
Lukas Gerzner
Manuel Oberholzer Marketing-Manager mYinsanity (Bild: pd)

Manuel Oberholzer Marketing-Manager mYinsanity (Bild: pd)

ROMANSHORN. «Wir haben Spieler unter Vertrag. Sie vertreten unseren Club, spielen in Turnieren mit und treten an Events auf», sagt Manuel Oberholzer. Der Romanshorner spricht nicht etwa von einem Fussballverein, auch wenn es, wie er selbst sagt, gut damit vergleichbar ist. Manuel Oberholzer ist im Vorstand von mYinsanity, einem E-Sport-Club: «Topspieler jedes beliebten Computerspiels sind in Clubs angestellt, die sie finanziell in ihrem Sport unterstützen.» Die Gamer, von denen hier die Rede ist, trainieren den ganzen Tag und messen sich international mit anderen Kontrahenten vor grossem Publikum.

Kaserne für Gamer

Der Club mYinsanity mit dem Sitz im Kanton Bern ist der grösste seiner Art in der Schweiz und auch der einzige, der auf internationaler Bühne mit ausländischen Spielern aktiv ist. «Wir geben unseren Spielern die finanzielle Basis, dass sie auf diesem Level spielen können», sagt Oberholzer. Zudem kommen die Clubmitglieder für die Vorbereitung auf Turniere oder das einfache Training regelmässig nach Kirchlindach BE ins Gaming House, einer für die Schweiz ebenfalls neuen Idee. Das Gaming House ist eine Art Kaserne für Profi-Gamer. Drei Mitglieder aus dem Vorstand von mYinsanity wohnen sogar dort.

Manuel Oberholzer war durch Zufall auf das sonst rein bernerische Team von mYinsanity gestossen. «Sie brauchten Hilfe, und ich organisiere sehr gerne», sagt Oberholzer, der in St. Gallen Betriebsökonomie studiert. Nun ist der Romanshorner schon seit einem Jahr Teil des Clubs, und es gibt viel zu tun. «Jeder im Vorstand hat seine Spiele, deren Szene er kennt und beobachtet», sagt Oberholzer. So bekommt man auch mit, wenn gute Spieler auf dem Markt zur Anwerbung frei sind. Wie zum Beispiel Lee Ye Hoon aus Südkorea mit dem Gamernamen «Sacsri». Für das Spiel «StarCraft» gilt die koreanische Liga als die beste der Welt. Da mYinsanity in der «Starcraft»-Szene international bekannt ist, konnte «Sacsri» verpflichtet werden.

15 300 Franken Preisgeld

Derzeit geschieht bei mYinsanity alles auf ehrenamtlicher Basis. «Wäre schön, wenn wir irgendwann davon leben könnten», sagt Manuel Oberholzer, der beim Club Marketing-Verantwortlicher ist. Doch auch wenn der Markt wachse, sei das Wachstum eines Clubs nicht selbstverständlich. Der Erfolg der verpflichteten Spieler und die Beliebtheit ihres ausgeführten Spiels sind signifikant für den Erfolg eines E-Sport-Club. Die Grössenordnung des E-Sports zeigt sich beispielsweise im Erfolg des von mYinsanity verpflichteten StarCraft-Spielers PtitDogo aus Frankreich. An der DreamHack-LAN-Party in Leipzig diesen Januar belegte der Franzose den ersten Platz und kassierte das Preisgeld in Höhe von 15 300 Franken.

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