Romanshorn kämpft um letzte Bundesstellen

ROMANSHORN. Der Stadtrat Romanshorn wehrt sich gegen die geplante Aufhebung der Zollstelle Romanshorn, die Teil eines Sparprogramms des Bundes ist. Die Schliessung wäre seiner Meinung nach mit weitreichenden Konsequenzen verbunden.

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ROMANSHORN. Der Stadtrat Romanshorn wehrt sich gegen die geplante Aufhebung der Zollstelle Romanshorn, die Teil eines Sparprogramms des Bundes ist. Die Schliessung wäre seiner Meinung nach mit weitreichenden Konsequenzen verbunden. In einer ausführlichen Stellungnahme an Bundesrat Ueli Maurer legt die Behörde die Gründe dar und bittet ihn, von einer Schliessung abzusehen.

Der Stellenabbau beim Zoll löse eine Kettenreaktion aus, argumentiert der Stadtrat. «Die Schliessung der Zollstelle hätte unweigerlich das Ende des internationalen Fährbetriebs zwischen Romanshorn und Friedrichshafen zur Folge, befürchtet die Behörde. Die über die Zollstelle abgefertigten Lastwagen, welche die Fähre das ganze Jahr benutzen, seien unverzichtbar für eine solide Grundauslastung des Betriebes. Ohne Zoll würden sie wegfallen.

Impulsgeber für Stadt

Der internationale Fährverkehr bilde nicht nur die sichere Brücke für alle Verkehrsträger über den Bodensee, sondern wirke auch als Impulsgeberin für die Hafenstadt und die ganze Region, hält der Stadtrat in seinem Schreiben an den Bundesrat weiter fest. Der Bodensee im Zentrum des Wirtschaftsraumes dürfe nicht zur Barriere werden, sondern müsse als verbindendes Element wirksam sein können. Hinzu komme, dass der Bund in Romanshorn in den letzten 30 Jahren Hunderte von Stellen gestrichen habe und mit einem Abbau der Zollstelle auch noch die letzten zwei Arbeitsplätze des Bundes verloren gingen. Das letzte Wort wird das Parlament haben. (mso)

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