Rolf Erb will sein Schloss nicht aufgeben

Gegen einen Entscheid des Winterthurer Bezirksgerichts, die getätigten Schenkungen seien rückgängig zu machen, hat Rolf Erb Rekurs erhoben.

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Rolf Erb, der verurteilte, letzte Konzernchef der Erb-Gruppe, will sein Schloss im Thurgau, seine Oldtimer-Sammlung und zahlreiche Liegenschaften nicht aufgeben. Der 62-Jährige hat gegen einen Entscheid des Winterthurer Bezirksgerichts Rekurs erhoben. Beim Berufungsprozess im September vor dem Zürcher Obergericht wird Erb somit nicht nur gegen seine Freiheitsstrafe von acht Jahren kämpfen.

Oldtimer-Sammlung und Aktien

Konkret geht es um die Vermögenswerte, die Erb kurz vor dem Zusammenbruch der Erb-Gruppe seinen damals erst zehn Monate alten Zwillingssöhnen schenkte. Dazu gehören das Schloss Eugensberg im Thurgau, eine Oldtimer-Sammlung, Aktien, eine Immobilienfirma sowie zahlreiche Liegenschaften, darunter das Hochhaus «Zentrum Töss» mit Hotelbetrieb in Winterthur.

Wie viel dieses Paket insgesamt wert ist, ist nicht abschliessend geklärt. Das Schloss alleine hat laut Staatsanwaltschaft einen Wert von 27 Millionen Franken, es wurde vor acht Jahren von einer Konkursverwalterin sogar auf 40 Millionen Franken geschätzt. Das Winterthurer Bezirksgericht entschied im Mai 2012, dass diese Schenkungen rückgängig zu machen seien, weil Erb die Vermögenswerte erwiesenermassen im letzten Moment ins trockene gebracht und so die Gläubiger geschädigt habe.

Familie lebt auf Eugensberg

Wie ein Gläubiger-Anwalt sagte, legte Erb aber nicht nur gegen seine Verurteilung wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Gläubigerschädigung Rekurs ein, sondern auch gegen die Rückgängigmachung dieser Schenkungen. Der Rekurs wurde von der Familie Erb eingereicht, dazu gehören neben Rolf Erb dessen Partnerin und die beiden Söhne, die mittlerweile zehn Jahre alt sind. Sie alle leben nach wie vor auf dem Schloss über dem Bodensee. (sda)

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