RICKENBACH: Viel Unmut wegen der «ewigen Baustelle»

Die halbjährige Sanierung der Oberdorfstrasse steht kurz vor dem Abschluss. Vor und während der Bauarbeiten äusserten die Anwohner wiederholt ihre Verärgerung. Jetzt nimmt das zuständige Ingenieurbüro Stellung zur Angelegenheit.

Simon Dudle
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Die Signalisation der Baustelle an der Oberdorfstrasse ist der Hauptstreitpunkt des Bürgerunmuts. (Bild: Hans Suter)

Die Signalisation der Baustelle an der Oberdorfstrasse ist der Hauptstreitpunkt des Bürgerunmuts. (Bild: Hans Suter)

Eine Strassensanierung stösst bei den Anwohnern gewöhnlich nicht auf viel Gegenliebe. Die Bauarbeiten an der Rickenbacher Oberdorfstrasse haben jedoch höhere Wellen geworfen als üblich. Von einer «ewigen Baustelle» war die Rede. Dabei wird der Zeitplan eingehalten. «Wenn nur zwei Arbeiter vor Ort sind, fragen sich die Leute, ob das nicht schneller gehen könnte», sagt Rickenbachs Gemeindepräsident Ivan Knobel. Matthias Wieser vom zuständigen Ingenieurbüro Bhateam in Sirnach sagt, dass in gewissen Fällen eine dritte Person sinnvoll gewesen wäre – und teilweise bis zu fünf Personen am Werk waren.

Seit dem Frühling und noch bis am 9. Dezember laufen die Arbeiten. Die Strasse wird saniert, und es wurden diverse Leitungen entweder neu verlegt oder erneuert. «Es war eine komplizierte Baustelle mit mehr Behinderungen als nötig. Die Kommunikation und Signalisierung war von Anfang an ein Problem», sagt Knobel. Im August habe es besonders viele Reklamationen gegeben. Zur Kritik sagt Wieser: «Wir haben uns am Anfang effektiv schwergetan und an jeder Bausitzung darauf hingewiesen. Mittlerweile hat es gebessert. Mehrere Privatbaustellen am gleichen Ort haben den Ablauf erschwert. Wir verfahren bei Baustellen dieser Art jeweils ähnlich. Womöglich hat das Verständnis der Anwohner gefehlt.»

Nächstes Sanierungsprojekt wird ausgearbeitet

Bereits vor Baubeginn war das Projekt umstritten gewesen. Bevor die Stimmbürger im März an der Gemeindeversammlung den notwendigen Kredit von 790 000 Franken mit 54:35 Stimmen guthiessen, war im Quartier Stimmung dagegen gemacht worden – unter anderem mit einem Flugblatt. Nun geht es laut Knobel darum, die gleichen Fehler nicht noch einmal zu begehen.

Denn die nächste Strassensanierung steht bereits vor der Tür. Im kommenden Jahr soll die in der Nähe verlaufende Hochbühlstrasse saniert werden. Knobel geht davon aus, dass jenes Projekt weniger in der Kritik stehen wird als die Oberdorfstrasse, «da weniger Leute an der Hochbühlstrasse wohnen und es eine einfachere Baustelle ist».