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RICKENBACH: Die Hochzeit müsste warten

Sie liebt Tanzen und Apfelküchlein mit Vanillesauce. Am Samstag will Marion Weibel zur Apfelkönigin gekrönt werden. Dabei ist ihre Kandidatur einem Zufall entsprungen.
Roman Scherrer
Marion Weibel geniesst die Bewegung – beim Tanzen und beim Jonglieren mit Äpfeln. (Bild: Reto Martin)

Marion Weibel geniesst die Bewegung – beim Tanzen und beim Jonglieren mit Äpfeln. (Bild: Reto Martin)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

«Wieso nicht?», antwortet Marion Weibel lachend auf die Frage, wieso die Jury gerade sie zur neuen Apfelkönigin küren soll. Sie ergänzt aber: «Wenn ich etwas mache, dann richtig. Sollte ich gewählt werden, können die Organisatoren damit rechnen, dass ich in meinem Amtsjahr vollen Einsatz geben werde.» Ausserdem sei sie offen, zielbewusst und stehe mit beiden Beinen im Leben, sagt die Rickenbacherin.

Am kommenden Samstag stellen sich an der Olma sechs Finalistinnen zur Wahl für das Amt der Thurgauer Apfelkönigin. Dass Marion Weibel nun eine von ihnen ist, dazu ist es ursprünglich eher zufällig gekommen. Über einen Verteiler landete eines Tages ein Mail im Postfach ihres Vaters, in dem er angefragt wurde, ob er an der Wahl zur Apfelkönigin teilnehmen wolle. «Er witzelte, dass er schon teilnehmen würde. Aber leider sei er halt ein Mann und schon ein wenig zu alt dafür», sagt Weibel. Ihr Vater fand aber, dass das etwas für seine Tochter wäre. Zusammen haben sie dann die Anmeldung ausgefüllt.

«Für die Anmeldung habe ich mich entschieden, weil ich eine Person bin, die gerne etwas repräsentiert und vor Leuten steht», sagt die 26-Jährige. Ausserdem sei sie in einer ländlichen Umgebung aufgewachsen, was zu einer Apfelkönigin passe. Dazu kommt, dass sie gerne an Events mit dabei ist. Sei es bei der Mithilfe oder der Organisation.

Natürlich mag Marion Weibel auch Äpfel. Am liebsten isst sie die Sorte Gala. Ihr Lieblingsapfelgericht ist Apfelküchlein mit Vanillesauce. «Das macht meine Mutter traditionell jeden Herbst. Auf dem Sonnenberg in Balterswil, wo ich aufgewachsen bin, haben wir Boskop-Äpfel, die sie dazu verwendet.»

Aufbau einer eigenen Tanzschule

Zurzeit arbeitet die gelernte Detailhandelsfachfrau Teilzeit am Empfang und im Sekretariat bei der Hans Eisenring Küchenbau AG in Sirnach. Daneben baut sie sich ihre eigene Tanzschule «My Dance» in der Gemeinde Bichelsee-Balterswil auf, wo sie ihren Schülern Streetjazz beibringt. «Das Tanzen hat mich immer schon fasziniert. Leider ist das Angebot an Tanzschulen in der Umgebung aber begrenzt.» Deshalb besuchte sie eine Tanzschule in New York. Dort musste sie aber erkennen, dass es ohne Vorkenntnisse schwierig ist, zu bestehen. So ist sie nach drei Monaten zurückgekehrt und schaute sich nach einer Alternative um. Gefunden hat sie diese in der Professional Dance Academy in Stuttgart, welche mit der New Yorker Schule zusammenarbeitet. Dort konnte sie sich neben dem Tanzen auch in Schauspiel und Gesang ausbilden lassen. «Mein Ziel ist es, irgendwann vom Tanzen leben zu können. Zurzeit geniesse ich aber die Abwechslung zwischen Büroarbeit und Bewegung sehr», sagt Marion Weibel. Das Tanzen konnte sie sogleich beim Casting zur Apfelkönigin anwenden. Dabei musste sie den Jurymitgliedern ein paar Schritte beibringen. Unter anderem überzeugte sie mit dieser spontanen Tanzstunde. Als Zeichen für ihr Weiterkommen erhielt sie von Jurymitglied und Ex-Mister-Schweiz Luca Ruch eine Rose.

Verlobung im McDonald’s

Im April ist Marion Weibel nach 18 Monaten von Stuttgart wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Im gleichen Monat hat ihr Freund ihr den Heiratsantrag gemacht – in einem McDonald’s in Amsterdam. «Das war ganz originell. Wir haben uns nämlich in einem McDonald’s kennen gelernt», sagt sie. Die Hochzeit ist im nächsten Jahr geplant. Sollte Weibel Apfelkönigin werden, würde sie den Termin aber verschieben. «Ich freue mich sehr auf die Hochzeit. Sie soll deshalb nicht zwischen andere Termine reingequetscht werden.»

Da der Thurgau an der Olma Gastkanton ist, findet dieses Jahr die 20. Wahl der Thurgauer Apfelkönigin ausnahmsweise dort statt. Dementsprechend darf ein grosses Zuschaueraufkommen erwartet werden. «Je näher die Wahl kommt, desto mehr steigt meine Nervosität», sagt Weibel.

Obwohl sie, wie schon beim Casting, nicht weiss, was sie erwartet, hat sie einen Plan: «Ich begeistere die Leute am liebsten mit meiner Ausstrahlung und Persönlichkeit.» Zudem will sie mit einem aussergewöhnlichen Fakt zum Kanton Thurgau punkten, welchen sie noch nicht verrät. «Den kennen möglicherweise nicht einmal die Organisatoren.»

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