Richtigen Ort für Investoren finden

Mit einem Informationssystem soll es künftig leichter werden, geeignete Immobilien für allfällige Investoren zu finden. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit und das Amt für Raumplanung arbeiten dafür zusammen.

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frauenfeld. «Jetzt ist es ein umfangreiches Prozedere», sagt Edgar Sidamgrotzki, Chef des Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA). Sucht ein Unternehmen Land oder Gebäude im Thurgau, nimmt das Amt dessen Bedürfnisse auf und verschickt eine anonymisierte Anfrage an zahlreiche Partner – da gehören die Gemeinden ebenso dazu wie Firmen, die mit Immobilien zu tun haben. Die Antworten werden mit dem Kunden angeschaut, die aussichtsreichsten Immobilien besichtigt.

Geeignete Flächen finden

In Zukunft soll es einfacher gehen. Das Projekt «wirtschaftsorientiertes Flächenmanagement» beinhaltet den Aufbau eines Informationssystems. Verfügbare Flächen und deren Eigenschaften sollen dort verzeichnet werden und damit leicht zugänglich. «Das bringt eine Beschleunigung und Vereinfachung des Prozederes», sagt Sidamgrotzki.

Das Informationssystem solle Ende nächstes Jahr stehen, schätzt Hubert Frömelt, Leiter übergeordnete Planung beim Amt für Raumplanung, das ebenfalls im Projekt involviert ist. Denn die attraktiven und verfügbaren Standorte im Kanton müssen zuerst gefunden und bewertet werden. Definiert werden müssen auch die Kriterien, die eine attraktive Arbeitszone überhaupt ausmachen. Die Daten aktuell zu halten werde dann eine ständige Aufgabe sein, sagt Frömelt.

Industriebrachen nutzen

Ein weiterer Fokus des Projektes sind die bestehenden Industriebrachen. «Viele davon sind grossflächig, an guter Lage und oft zentrumsnah», sagt Frömelt. «Es ist nicht im Sinne der Vorgabe des Kantonalen Richtplanes, wenn man nach aussen entwickelt, solange im Siedlungsgebiet noch geeignete Flächen vorhanden wären.» Oft seien sie zwar kaum für die gleichen Zwecke nutzbar wie früher, es komme auch nicht immer eine gewerbliche Nutzung in Frage.

«Es gilt jeweils, den richtigen Mix zu finden, wie sie am besten weiter genutzt werden können», sagt Frömelt. (ken)