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RHEIN-VERSCHMUTZUNG: Ölverschmutzung im Rhein bei Diessenhofen: Sabotage vermutet

Ende Februar ist es bei Diessenhofen zum schlimmsten Ölunfall auf dem Rhein seit Jahren gekommen. Wie sich herausstellte, lief das Öl aus einem Geothermie-Projekt eines Thurgauer Gemüsebetriebs aus. Der Betreiber vermutet nun Sabotage als Ursache.
Bei Diessenhofen musste wegen eines Unfalls eine Ölsperre errichtet werden. (Bild: Reto Martin)

Bei Diessenhofen musste wegen eines Unfalls eine Ölsperre errichtet werden. (Bild: Reto Martin)

Für den Gemüsebauer Hansjörg Grob steckt Sabotage hinter der Ölverschmutzung im Rhein bei Diessenhofen vor gut zwei Wochen. Laut dem Schlattinger Geothermie-Pionier müsse jemand schon im Frühjahr 2015 mutwillig Dieselöl ins Bohrloch gegossen haben. Damals sei das Bohrloch während dreier Tage nicht verschlossen gewesen, als die Bohrmaschine aus- und die Pumpen eingebaut worden seien. Das heisse Wasser aus der Tiefe dient dazu, die Gewächshäuser des Gemüsebaubetriebes zu heizen. Grob will künftig Geothermie statt Erdgas verwenden. Um eine Konzession zu erhalten, ist ein zweijährige Pumpversuch notwendig. Schon die Verschmutzung eines nahen Baches im Mai 2015 ist laut Grob auf die Sabotage vom Frühjahr 2015 zurückzuführen. Grob hatte damals Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Ermittlungen der Polizei seien im Gange. Nach der Verschmutzung des Rheins vom 20. Februar läuft ein Verfahren gegen Grob wegen Umweltverschmutzung.

Tiefengrundwasser in den Rhein ableiten
Am 21. Februar 2016 hatte ein Bootsfahrer gemeldet, dass nahe Diessenhofen eine grössere Menge Öl in den Rhein fliesst. Drei Ölwehren rückten zu einem Grosseinsatz aus. Wenig später machte ein Ortskundiger das Leck aus: Ölblasen stiegen aus dem neuen Schacht auf, den Gemüsebauer Hansjörg Grob in die Rheinsohle bauen durfte, um dort in Zukunft das Tiefengrundwasser aus seinem Geothermie-Projekt in den Rhein abzuleiten. (hil)

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