RHEIN: Fast zehn Kilometer flussabwärts

Über 200 Teilnehmer haben am Sonntagmorgen am traditionellen «Rhyschwümme» teilgenommen. Viele waren zum Plausch da, andere nutzten den Anlass als Vorbereitung auf ein berühmtes Ironman-Rennen.

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Kurz nach dem Startschuss an der Steiner Schifflände. (Bild: Peter Spirig)

Kurz nach dem Startschuss an der Steiner Schifflände. (Bild: Peter Spirig)

Schnell wurde klar, dass sich mehr Schwimmerinnen und Schwimmer als im Vorjahr an der Schifflände in Stein am Rhein in die Fluten stürzen. Sonntagmorgen, pünktlich um 7.45 Uhr haben die Verantwortlichen der SLRG die 215 Teilnehmer auf die rund zehn Kilometer lange Strecke bis nach Diessenhofen entlassen. Einige ausgerüstet mit Neoprenanzug, andere schlicht mit Badehose, machen sie sich auf die Reise rheinabwärts.

Unter den Schwimmern war auch der normalerweise als Leichtathlet aktive Sandro Bauer aus Frauenfeld auszumachen. Am Ziel, das sich beim Pontonierdepot in Diessenhofen befand, war von ihm zu erfahren, dass er in den Vorbereitungen für den Ironman in Hawaii 2018 stecke. Dabei habe er das «Rhyschwümme» dazu genutzt, um eine Trainingseinheit zu absolvieren. «Das Schwimmen hier ist wilder als anderswo», meinte er. Cool fand er, dass er megaschnell vorwärts gekommen sei. Er bewältigte die etwas mehr als 9,7 Kilometer lange Strecke in einer Stunde, zwei Minuten und 23 Sekunden und kam als Erster ins Ziel.

Entscheidend ist Temperatur über 19 Grad

Einige Minuten hinter Bauer erreichte Dominik Spycher aus Eschenz das Ufer. Spycher war beim «Rhyschwümme» das erste Mal dabei. «Am Schluss war ich schon froh, im Ziel zu sein», war vom sportlichen Gemeinderat zu vernehmen. Zudem bezeichnete er das «Rhyschwümme» darum als etwas Besonderes, weil es sich um keinen Wettkampf handelt. Genossen wurde das legendäre und jährlich wiederkehrende Vergnügen auch von Susann Wick aus Hosenruck. Sie sei das dritte Mal dabei und springe erst ab einer Wassertemperatur von 19 Grad in den Rhein. Das Wasser war definitiv wärmer – was auch von Jana Frefel aus Gachnang festgestellt wurde. Sie schwamm die Strecke den Rhein abwärts zum ersten Mal.

Peter Spirig

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch