Rettet die Wälder, esst mehr Biberli!

Der Biber und der Thurgau: Das ist eine Art Hassliebe. Zuerst war das schnüsige Pelztierli bei uns heimisch. Dann wurde der Biber ausgerottet – nur damit er wieder angesiedelt werden konnte. Und heute lebt ein Viertel der rund 2000 Schweizer Biber in unserem Kanton.

Mathias Frei
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Der Biber und der Thurgau: Das ist eine Art Hassliebe. Zuerst war das schnüsige Pelztierli bei uns heimisch. Dann wurde der Biber ausgerottet – nur damit er wieder angesiedelt werden konnte. Und heute lebt ein Viertel der rund 2000 Schweizer Biber in unserem Kanton. Die Tierli sind ja eigentlich furchtbar herzig. Aber Harry Haslers Empfehlung «Machsch kein Landschade, gell» findet bei ihnen leider zu selten Gehör. Deshalb braucht es ein Biberkonzept, eine Biber-Taskforce oder Biber-Watching. Und dann gibt's sogar noch Trouble mit dem Bund, natürlich des Bibers und des Geldes wegen.

Die Biber besser im Griff haben nächsten Sonntag die Chläuse am Frauenfelder Chlausumzug. Zuerst siedeln sie die süssen Tierli aus dem Appenzellerland an, dem einzig wahren Biberkanton. Und bevor die Biberli zur Plage werden, packen sie die Chläuse in Säckli ab und verteilen sie am Umzug. So bereiten sie den Kindern Gaumenfreuden. Der Landschaden bleibt. So macht der Biber sogar in der Landwirtschaft Spass. Aber Vorsicht, liebe Kinder: Essen kann man nur die ganz jungen Biber. Sobald sie pelzig werden, sind sie ein Fall fürs Biberkonzept.