Reserven abbauen

Die Thurgauer sollen zu viel für die Krankenversicherung gezahlt haben. Was sagen Sie dazu? Anscheinend haben die Westschweizer Kantone zusätzliche Informationen, über die wir nicht verfügen. Wir können deshalb die publizierten Zahlen nicht nachvollziehen und auch nicht kommentieren.

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Bernhard Koch Regierungsrat

Bernhard Koch Regierungsrat

Die Thurgauer sollen zu viel für die Krankenversicherung gezahlt haben. Was sagen Sie dazu?

Anscheinend haben die Westschweizer Kantone zusätzliche Informationen, über die wir nicht verfügen. Wir können deshalb die publizierten Zahlen nicht nachvollziehen und auch nicht kommentieren.

Besteht Handlungsbedarf?

Grundsätzlich ist die Prämienhöhe aufgrund von transparenten Kostenrechnungen und korrekten versicherungstechnischen Prognosen zu ermitteln. Dies wurde in den vergangenen Jahren in enger Zusammenarbeit von Santésuisse und dem Bundesamt für Gesundheit auch vorgenommen. Insofern besteht für die Prämienermittlung kein Handlungsbedarf.

In der Westschweiz ist der Ruf nach Höchstsätzen für die Reserven laut geworden. Was halten Sie davon?

Die Reserven im Kanton Thurgau betrugen 2007 rund 24 Prozent. Geplant ist ein kontinuierlicher Abbau bis 2009 auf 21 Prozent. Die vom Bundesrat festgelegten Sollwerte von 10 bis 20 Prozent für die Reservenbildung sind meines Erachtens sinnvoll und richtig. Demzufolge besteht für den Thurgau auch nach der Prämienrunde für das Jahr 2009 noch ein Spielraum für den Abbau der Reserven. (mso)

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