Religiöse Werte stärker gefragt

Mit Angeboten im Weiterbildungskalender reagiert die Evangelische Landeskirche Thurgau auf das wachsende Bedürfnis nach christlicher Erziehung.

Brunhilde Bergmann
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frauenfeld. Junge Familien wünschen sich vermehrt regelmässigen Kontakt mit ihrer Kirche. Dies geht aus Umfragen hervor, die Elisabeth Schönholzer, landeskirchliche Beauftragte für Familien- und Generationenkirche, regelmässig durchführt. Die Landeskirche antwortet auf das zunehmende Interesse, indem sie ihr Weiterbildungsangebot für Eltern öffnet.

Im neuen Jahr richten sich 15 von 38 Fachkursen aus dem Weiterbildungskalender von Kirche, Kind und Jugend an weitere Interessierte.

Generationenwechsel

Mit dem Bedürfnis, ihren Kindern religiöse Werte zu vermitteln, betreten viele Eltern Neuland. Im Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre stellt Elisabeth Schönholzer fest, dass bei der religiösen Kindererziehung in der Familie ein Generationenwechsel stattgefunden hat. Es waren vorwiegend die Grosseltern, die den Kindern anhand biblischer Geschichten christliche Werthaltung vermittelt haben.

Die heutige Elterngeneration kann immer weniger auf das religiöse Wissen der Grosseltern zurückgreifen und sucht daher selber diese Lücke zu schliessen.

Mit dem normalen Sonntagsgottesdienst können sich junge Familien wenig identifizieren, sie fürchten, dass ihre Kinder dort als störend empfunden werden. Sie wünschen jedoch regelmässige Kontakte mit ihrer Kirche und Angebote für die ganze Familie, wo Eltern wie Kinder willkommen sind. So war der kantonalkirchliche Eltern-Kind-Tag rasch ausgebucht.

Oft werden solche Angebote ökumenisch durchgeführt.

Humor darf nicht fehlen

Auf die Frage, wie Kirche den Kindern begegnen soll, formulierten Eltern, dass Kirche positive Erlebnisse vermitteln und im Sinne gelebter Gemeinschaft Beziehungen stiften und pflegen soll. Kirche soll Vertrauen schaffen, indem sie offen, ehrlich, lebensbejahend und familiengerecht ist. Werte wie Liebe, Respekt, Achtsamkeit und Ernst nehmen müssen spürbar sein. Und der Humor darf nicht fehlen.

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