Reka sucht einen Platz im Thurgau

Thurgau Tourismus hofft, der Reiseveranstalter Reka werde ein Feriendorf im Thurgau bauen. Wie an der Jahresversammlung von Gastro Thurgau bekannt wurde, stehen zwei Bodensee-Gemeinden in der engeren Auswahl.

Thomas Wunderlin
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Die Delegierten von Gastro Thurgau genehmigen in der Egnacher «Seelust» alle Traktanden ohne Diskussion. (Bild: Donato Caspari)

Die Delegierten von Gastro Thurgau genehmigen in der Egnacher «Seelust» alle Traktanden ohne Diskussion. (Bild: Donato Caspari)

EGNACH. Der Schweizer Reiseveranstalter Reka drängt an die Schweizer Seen. Erstmals will er Feriendörfer ausserhalb der voralpinen Zone bauen. Thurgau Tourismus hilft der Reka bei der Suche, gab Thurgau-Tourismus-Geschäftsführer Rolf Müller am Dienstag an der Jahresversammlung von Gastro-Thurgau bekannt.

Die Gespräche laufen seit einigen Monaten, sagte Müller auf Anfrage dieser Zeitung weiter. Die Reka (Schweizer Reisekasse) hat den Kontakt gesucht. Sie will die drei Dörfer zwischen 2016 und 2020 bauen. «Wenn man an einen Schweizer See will, steht relativ schnell der Bodensee in der Diskussion», erklärt Müller.

Maximal eines der drei neuen Reka-Dörfer könnte im Thurgau zu stehen kommen. Zwei Thurgauer Bodensee-Gemeinden stehen in der engeren Auswahl. Um welche es sich handelt, sagt Müller nicht. Er hofft, im Laufe des Sommers umfassender informieren zu können. Mit den Gemeinden und den Grundeigentümern sind teilweise schon mehrere Gespräche geführt worden. Mit einer Gemeinde ist am Dienstag ein weiteres Treffen traktandiert.

20 000 Quadratmeter am Ufer

Die Reka sucht im Thurgau ein Areal von rund 20 000 Quadratmetern Grösse mit Seeanstoss. «Sie möchte am liebsten in den See hinein bauen», sagt Müller. Gebaut werden sollen 50 bis 60 Wohnungen. Umzonungen wären voraussichtlich nötig. Diesbezüglich sieht es laut Müller in beiden Gemeinden «relativ gut» aus. Zu den Fragen, die abgeklärt werden müssen, ist etwa die fällige Mehrwert-Abschöpfung. Ein Reka-Dorf würde mit seinem Familien-Publikum laut Müller «extrem gut» in den Thurgau passen. Die Reka-Genossenschaft verfügt in der Schweiz über zwölf Feriendörfer, unter anderem in Urnäsch und in Wildhaus. Im Bau befindet sich zur Zeit ein Dorf in Blatten-Belalp im Wallis. Für 28 Millionen Franken entstehen 50 Wohnungen, die an Weihnachten 2014 eröffnet werden sollen. Ein weiteres Reka-Dorf liegt in der Toscana direkt am Meer.

2013 hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben besonders mit den Schweizer Feriendörfern Erfolg. Der Vermietungsumsatz stieg um 5,3 Prozent.

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