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Rein emotional

RESTZUCKER
David Angst

Schön, dass wir wieder einmal über sie geredet haben. Über diese ständigen Poststellen-Schliessungen. Diese Woche auch im Grossen Rat. Gebracht hat es ja nicht viel. Aber gut getan hat es.

So auf der rationalen Ebene ist uns natürlich schon klar, dass die Post wirtschaftlich in einer schwierigen Situation steckt. Seien wir ehrlich. Wer von uns geht denn noch auf die Post? Höchstens noch der 73-jährige Armin Eugster, der seit Kurzem zum erweiterten Favoritenkreis für die Nachfolge von Papst Franziskus gilt. Aber das nur am Rande.

Von der Post war leider niemand auf der Zuschauertribüne. Die haben ja zurzeit andere Sorgen mit ihrem Postauto-Schwindel. Aber trotzdem war es gut, dass man im Grossen Rat mal wieder etwas Dampf ablassen konnte. Rein emotional. Ausserdem ist man das auch den Wählern schuldig, damit sie wissen, dass man ihre Sorgen und Nöte kennt und ernst nimmt. Der Regierungsrat könnte ruhig etwas unbequemer auftreten in Bundesbern. Rein schon für das kollektive Selbstwertgefühl des Thurgauer Volkes. Ob es dann etwas nützt, ist die andere Frage.

Ganz anders sieht es natürlich beim Strommarkt aus. Den hat der Thurgau noch im Griff. Erstens hält der Kanton 12,5 Prozent der Axpo-Aktien. Und zweitens hat jeder Gemeindepräsident, der im Grossen Rat sitzt, zu Hause noch eine Elek-trokorporation. Die können zwar auch nicht verhindern, dass der Markt sich öffnet. Aber wenigstens kann man sie selber schliessen.

David Angst

david.angst@thurgauerzeitung.ch

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