Regionalen Tourismus nicht benachteiligen

Der Thurgauer Regierungsrat wendet sich gegen den Vorschlag des Bundes, das Tourismusprogramm Innotour auf nationale Projekte auszurichten.

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frauenfeld. Der Thurgauer Regierungsrat ist einverstanden, das Tourismusprogramm Innotour in ein unbefristetes Gesetz umzuwandeln, wie er in seiner Vernehmlassungsantwort schreibt. Nicht einverstanden ist er mit der Absicht des Bundesrates, die Mittel für Innotour für 2012–2015 auf Kosten von Schweiz Tourismus um eine Million Franken zu kürzen. Dies schwäche die Schlagkraft von Schweiz Tourismus.

Benachteiligte Regionen

Der Regierungsrat ist auch dagegen, dass Innotour schwergewichtig auf die nationale Ebene beschränkt wird und regionale Projekte nur noch unterstützt, wenn sie nationalen Modellcharakter haben. Dies würde die Regionen mit weniger ausgeprägten Tourismus wie den Thurgau benachteiligen. Dabei seien diese besonders auf die Anschubfinanzierung von Innotour angewiesen.

Wissensaufbau fördern

Der Bund will ferner den Wissensaufbau im Schweizer Tourismus stärker unterstützen. Das begrüsst der Regierungsrat. Er weist jedoch darauf hin, dass es Aufgabe des Bundes ist, den Kantonen und Regionen die statistischen Grundlagen zur Verfügung zu stellen. Die dafür notwendigen Mittel seien also aus dem allgemeinen Bundeshaushalt und nicht mit Innotourmitteln zu finanzieren. (red.)