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REGIONALBUS 907: Der Bus fährt auch künftig nach Tägerwilen

Das Kreuzlinger Stadtparlament sagt deutlich Ja zum Erhalt der Linie 907 nach Tägerwilen und will auch mehr dafür bezahlen. Bei der Subventionierung der Ticketpreise macht es der Rat aber komplizierter.
Urs Brüschweiler
Ein Kreuzlinger Stadtbus an der Haltestelle Bärenplatz. (Bild: Andrea Stalder)

Ein Kreuzlinger Stadtbus an der Haltestelle Bärenplatz. (Bild: Andrea Stalder)

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

Nichts weniger als ein klares Bekenntnis zum Stadtbus erhoffte sich Stadtrat Ernst Zülle (CVP) vom Gemeinderat am Donnerstagabend. Gleich zweimal ging es um mehr Geld für den öffentlichen Verkehr. Die erste Vorlage behandelten die Parlamentarier gleich zu Beginn der langen Sitzung, damit auch Markus Thalmann, Gemeindepräsident des Nachbardorfs Tägerwilen, die Debatte mitverfolgen konnte. Es ging nämlich um den Erhalt der Buslinie von Kreuzlingen nach Tägerwilen, an welche der Kanton ab 2019 deutlich weniger bezahlen wird. Die Tägerwiler Bürger hatten im Dezember bereits vorgelegt und 175000 Franken jährlich für die Linie 907 bewilligt. Das Kreuzlinger Parlament zog nun ebenso einhellig nach und bewilligte eine jährliche ­Defizitübernahme von 265000 Franken vorerst befristet bis 2022. Quer durch alle Fraktionen war man sich einig, dass die Busverbindung wichtig und unbedingt zu erhalten sei. Kommissionspräsident Christian Forster sprach von einem spürbaren Wohlwollen des Stadtrats gegenüber dem Stadtbus. Dass gleichzeitig versucht werde, die Mowag-Arbeiter zu Bus-Pendlern zu machen, sei löblich. Zufrieden zeigte sich auch SP-Gemeinderat Markus Brüllmann. Seine Partei hatte eine Petition mit 1250 Unterschriften eingereicht, unter anderem zum Erhalt der Linie 907. Bedenken trugen einzig ­Alfredo Sanfilippo (CVP) und Alexander Salzmann (FDP), die auf die Kosten fokussierten. Mit 36 Ja- gegenüber 2 Nein-Stimmen erhielten Stadtrat Zülle und die SP jedoch das gewünschte Bekenntnis zum Stadtbus.

Man will lieber die Taube auf dem Dach

Viel komplizierter verlief die Debatte zur zweiten Bus-Vorlage des Abends. Mit 65000 Franken jährlich wollte der Stadtrat die Preise für Einzel- und Mehrfahrtenkarten beim Stadtbus verbilligen, weil diese 2016 durch die Aufhebung der Lokalzone im Tarifverbund Ostwind sprunghaft angestiegen waren. Mit einer zusätzlichen Subvention hätten sich zwar alle Fraktionen anfreunden können. Auseinander gingen die Meinungen aber, welche Billette wie viel günstiger gemacht werden sollen. Danke einer unheiligen Allianz mit der SVP gelang der SP (20 Ja zu 18 Nein) die Rückweisung des Geschäfts, um die Tarifstruktur zu überarbeiten und den optimalen Umsteige­effekt auf den Bus zu erzielen.

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