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REGION: Der Wald ist keine Müllhalde

Grünabfälle im Wald sind für das Forstamt ein häufiges Ärgernis. Besonders gross ist die Gefahr, dass mit Gartenabfällen nichteinheimische Pflanzen angesiedelt werden. Mit entsprechenden Folgen für die Natur.
Kurt Peter
Ton in Ton: Der ehemalige Verwaltungsratspräsident Paul Scheiwiller und Zoodirektor Ernst Federer (rechts) vor der Rundhütte im neuen Savannenhaus. Die Hütte wird künftig dem Wüstenfuchs als Stall dienen. (Bild: Jil Lohse)

Ton in Ton: Der ehemalige Verwaltungsratspräsident Paul Scheiwiller und Zoodirektor Ernst Federer (rechts) vor der Rundhütte im neuen Savannenhaus. Die Hütte wird künftig dem Wüstenfuchs als Stall dienen. (Bild: Jil Lohse)

Kurt Peter

thurgau@thurgauerzeitung.ch

«Wir führen zwar keine Statistik, doch die Forstmitarbeiter regis­trieren kantonsweit permanent Grünabfälle im Wald», erklärt Gerold Schwager, stellvertretender Amtsleiter des kantonalen Forstamtes. Und er spricht von einem zunehmenden Problem, das häufig an Siedlungsrändern oder stark befahrenen Strassen vorkäme. Grundsätzlich sei die Entsorgung von Abfall im Wald verboten, unabhängig davon, ob vom entsprechenden Material eine Gefahr für die Umwelt ausgehe oder nicht. Es sei klar, dass Abfälle wie Kunststoff oder Bauschutt nicht in den Wald gehören. «Aber auch Grünabfälle gehören nicht hierher, denn sie wirken sich negativ aus», betont Gerold Schwager.

Exoten am besten verbrennen

Insbesondere bei Gartenabfällen bestehe die Gefahr, dass sich invasive, nicht einheimische Pflanzenarten im Wald ansiedelten. Die Kanadische Goldrute, der Kirschlorbeer, das Drüsige Springkraut oder der Sommerflieder seien nur einige Beispiele von Pflanzenarten. «Als ursprüngliche Gartenpflanzen breiten sich diese heute vielerorts unaufhaltsam im Wald aus», sagt Schwager. Das grosse Problem:

«Einheimische Arten werden durch sie verdrängt und geschädigt.» Alles, was im Garten wachse, werde leider auch im Wald entsorgt. Immer wieder würden auch nicht mehr erwünschte Zimmerpflanzen registriert. Gefunden werde aber auch Abfall aus der Landwirtschaft, beispielsweise Hochstammschnitt. «Dieser sollte eigentlich gehäckselt und nicht im Wald entsorgt werden», sagt Gerold Schwager vom kantonalen Forstamt. Dies störe das Landschaftsbild und schade dem Image der Waldbesitzer. Die Menge des illegal entsorgten Grünabfalls reiche von «Kofferraumumfang bis Ladewagengrösse». Die Sünder müssten mit einer Anzeige rechnen, doch leider bleiben diese oft unbekannt. Wer solche Grünabfälle im Wald entdecke, solle die zuständige Gemeinde informieren, rät Gerold Schwager.

Die beste Lösung für nicht mehr erwünschte Exoten im eigenen Garten: «In einen normalen Abfallsack verpacken und der Kehrichtverbrennung zuführen.» Dies sei zwar teurer als eine Kompostieranlage, dafür aber die sicherste Methode, um eine Ausbreitung der unerwünschten Pflanzenarten zu verhindern.

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