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Regierungsrat kämpft weiter für Zollstelle

ROMANSHORN. Der Thurgauer Regierungsrat erwartet eine rasche Klärung, wie es mit der Zollstelle Romanshorn weitergeht. In einem Brief an die Eidgenössische Zollverwaltung fordert er die Zollverwaltung auf, ihn über den aktuellen Stand der Planung zu informieren.

ROMANSHORN. Der Thurgauer Regierungsrat erwartet eine rasche Klärung, wie es mit der Zollstelle Romanshorn weitergeht. In einem Brief an die Eidgenössische Zollverwaltung fordert er die Zollverwaltung auf, ihn über den aktuellen Stand der Planung zu informieren. Wie der Regierungsrat mitteilt, gibt er darin seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Zollstelle Romanshorn trotz des Stabilisierungsprogramms des Bundes weiterhin Bestand haben wird.

Bereits in seiner Stellungnahme zum Stabilisierungsprogramm 2017–2019 setzte sich der Regierungsrat vehement gegen die beabsichtigte Schliessung der Zollstelle Romanshorn zur Wehr. Ebenso hätten namhafte Organisationen und zahlreiche Gemeinden den nachhaltigen Erhalt der Zollstelle gefordert, heisst es in der Mitteilung. Im April übergab eine Delegation aus dem Oberthurgau dem Eidgenössischen Finanzdepartement eine Petition mit über 25 000 Unterschriften.

Gemäss der Botschaft des Bundesrates zum Stabilisierungsprogramm ist nun vorgesehen, statt der ursprünglich zwölf nur noch zehn Zollstellen zu schliessen. Der Regierungsrat interpretiert diese Veränderungen so, dass die Zollverwaltung ihre Planung zur Schliessung der Zollstellen überarbeitet hat und hofft, dass dies für die Zollstelle Romanshorn zutrifft und diese weiterhin Bestand hat.

Anders als andere Zollstellen

Nach Ansicht des Regierungsrates kann Romanshorn nicht mit anderen Zollstellen verglichen werden, weil dort die Fähre Romanshorn–Friedrichshafen direkt von ihren Dienstleistungen abhängig ist. Deshalb hätte die Schliessung der Zollstelle Romanshorn gravierende Folgen für den Bodenseeraum. Durch den Wegfall der Lastwagen gingen der Fähre Einnahmen im Umfang von einer Million Franken pro Jahr verloren, was zu einer Ausdünnung des Stundentaktes führen und letztlich die Existenz der Fährverbindung gefährden würde. Könnten Lastwagen nicht mehr am Zoll Romanshorn abgefertigt werden, würde das zu unerwünschten Umwegfahrten über die bereits überlasteten Zölle in Kreuzlingen und St. Margrethen führen. Das hätte höhere Kosten für die Transporteure sowie eine grössere Umweltbelastung zur Folge. Zudem würde eine Schliessung den aktuellen Bestrebungen der Bodenseeanrainer, den Fährenfahrplan zum Halbstundentakt auszubauen, diametral entgegenwirken. (wu)

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