Regierungsrat gegen Steuerprivilegien

FRAUENFELD. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau lehnt eine geplante Änderung des Bundesgesetzes über die Besteuerung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke ab. Das schreibt er in seiner Vernehmlassungsantwort an den Bund.

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FRAUENFELD. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau lehnt eine geplante Änderung des Bundesgesetzes über die Besteuerung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke ab. Das schreibt er in seiner Vernehmlassungsantwort an den Bund. Er ist der Ansicht, dass die privilegierte Besteuerung solcher Grundstücke nicht ausgeweitet, sondern abgeschafft werden müsse.

Alle gleich behandeln

Bis 2011 wurden Grundstückgewinne aus dem Verkauf von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken privilegiert besteuert. Ein Urteil des Bundesgerichts beschränkte diese Privilegierung auf Grundstücke, die dem bäuerlichen Bodenrecht unterstellt sind. Seither werden Veräusserungsgewinne aus Baulandreserven des Anlagevermögens land- und forstwirtschaftlicher Betriebe vollumfänglich besteuert. Die Vernehmlassungsvorlage beabsichtigt eine Rückkehr zur Steuerpraxis vor 2011. Damit ist der Regierungsrat nicht einverstanden. Diese Privilegierung sei eine Ungleichbehandlung von anderen Selbständigerwerbenden. (red.)