Rednerpult nicht rollstuhlgerecht

BERN. Mit Christian Lohr nimmt zum zweitenmal eine Person im Nationalrat Einsitz, die auf den Rollstuhl angewiesen ist (siehe Interview). Die Parlamentsdienste wollen mit Lohr abklären, welche Massnahmen zu treffen sind.

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BERN. Mit Christian Lohr nimmt zum zweitenmal eine Person im Nationalrat Einsitz, die auf den Rollstuhl angewiesen ist (siehe Interview). Die Parlamentsdienste wollen mit Lohr abklären, welche Massnahmen zu treffen sind. Behinderte hätten individuelle Bedürfnisse, sagte eine Sprecherin der Parlamentsdienste auf Anfrage. Man warte, bis Lohr die Annahme der Wahl bekanntgebe, und trete dann in Kontakt mit ihm. Es werde sichergestellt, dass Lohr sein Mandat vollumfänglich ausführen könne.

Im Rahmen der 2008 abgeschlossenen Umbauarbeiten wurde das Bundeshaus behindertengerecht eingerichtet. Es wurden unter anderem Treppenlifte installiert und neue Lifte in Betrieb genommen. Noch bleiben aber Hindernisse: So ist es unmöglich, mit einem Rollstuhl hinter das Rednerpult zu fahren. Es bestehe die Möglichkeit eines mobilen Mikrophons, teilten die Parlamentsdienste mit.

Der bisher einzige Volksvertreter im Rollstuhl war Marc F. Suter (FDP/BE), der von 1991 bis 2003 und ein zweites Mal im Jahr 2007 im Nationalrat sass. (sda)