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RAUMPLANUNG: Bodensee: Mit einem Plan zu neuen Ufern

Das kantonale Amt für Raumentwicklung hat für das Ufer des Bodensees einen Nutzungsplan ausgearbeitet. Im Fokus steht der Landschaftsschutz auf öffentlichen Abschnitten.
Silvan Meile
Handlungsraum «Natur und Landschaft»: Ferienhäuschen an einem mit Schilf bestandenen Naturufer bei Güttingen. (Bild: PD/Thurgauer Amt für Raumentwicklung)

Handlungsraum «Natur und Landschaft»: Ferienhäuschen an einem mit Schilf bestandenen Naturufer bei Güttingen. (Bild: PD/Thurgauer Amt für Raumentwicklung)

Silvan Meile

silvan.meile@thurgauerzeitung.ch

Der Kanton hält seine schützende Hand über das Bodenseeufer. Zu unterschiedlich sind die Interessen direkt am Wasser. Das verlangt Koordination. Das kantonale Amt für Raumentwicklung hat deshalb eine Uferplanung ausgearbeitet, in der «die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen nach Wohnen, Arbeiten, Erholung und Freizeitvergnügen am See besser koordiniert und gleichzeitig die noch unverbauten Uferbereiche – wo möglich und sinnvoll – revitalisiert werden können».

Dafür sind die Abschnitte des Thurgauer Bodensee-Ufers kategorisiert und mit mehr als 120 Vorschlägen zur Verbesserung versehen worden. «Es wird zum Beispiel angeregt, dass Parkplätze am Ufer zu prüfen sind, ob sie nicht auch zwei, dreihundert Meter ins Landesinnere verschoben werden können», sagt Jürg Dünner, Projektleiter der Uferplanung. Ein solcher Vorschlag sei etwa beim Fährhafen in Romanshorn festgehalten. «Diese Planung befiehlt nicht. Sie zeigt Möglichkeiten und Chancen auf.»

Möglichkeiten zur Renaturierung prüfen

Bei seinen Vorschlägen habe sich das kantonale Amt für Raumentwicklung vor allem an Uferabschnitte der öffentlichen Hand orientiert, erklärt Dünner. Die Stossrichtung ist klar: Angestrebt wird ein Optimum zwischen Nutzung und Schutz des Seeufers. Dabei sollen immer auch Massnahmen für Rückbauten geprüft werden. «Wenn etwa die Sanierung einer Ufermauer ansteht, muss auch überlegt werden, ob sich die Möglichkeit bietet, das Ufer zu renaturieren.» Bei solchen Projekten soll auch die Lebensgrundlage für Tiere wie Käfer, Amphibien, Kleinsäuger oder Fische aufgewertet werden.

Nach der Methodik der Planung am Untersee

Die Uferplanung am Bodensee wurde vom Regierungsrat im März 2013 in Auftrag gegeben. Sie ist nach der gleichen Methodik erarbeitet worden, wie die Uferplanung am Untersee und dem Rhein, welche bereits im Jahr 2011 abgeschlossen wurde.

Mit der heutigen Ausgabe des «Amtsblattes» beginnt die Bekanntmachung der Uferplanung des Amtes für Raumentwicklung. Bis zum 11. Mai können sich alle Interessierten dazu äussern.

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