Raum und Hilfe für Kinder

ROMANSHORN. Zur zweiten Jahresversammlung des neuen Vereins Pro Juventute zeigten sechs Sektionen mit ihren Tätigkeiten, dass Pro Juventute nach wie vor gefragt ist.

Markus Bösch
Merken
Drucken
Teilen

Hilfe für Familien, Spass mit Ferienpässen und Spielplätzen, Unterstützung für Projekte: Der Einsatz des nunmehr zweijährigen Vereins ist gross. «Im Moment sind 44 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sechs aktiven Sektionen tätig. Ich bin stolz auf das grosse Engagement in diesen Zeiten des Neuaufbaus, von der schweizweiten Stiftung mit den ehemaligen Bezirken hin zu kantonalen Vereinen», sagte Anders Stokholm, Präsident des Thurgauer Vereins Pro Juventute und der Steckborner Sektion.

Neue Wege gehen

Nachdem Statuten und Strukturen festgelegt waren, wurde im Vereinsjahr 2009/2010 der erste eigene Flyer gedruckt, die Home-page eingerichtet und der Markenverkauf durchgeführt. Die Mittelbeschaffung war ein zentrales Thema. In vielen Stunden engagierten sich Aktive und in den Sektionen zumeist Schulklassen und Lehrkräfte. «Wir schätzen die Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und Schülern.

Den Grundgedanken, dass Kinder Kindern helfen, ist klar erhaltenswert», betonten Stokholm und die Kantonalstellenleiterin Petra Hotz. Trotzdem seien alle gefordert, in den kommenden Jahren auch neue Produkte zu kreieren: Denn gemessen am riesigen Aufwand bleibe unter dem Strich zu wenig aus dem Markenverkauf, um auf längere Sicht das Angebot halten zu können.

Es braucht höhere Einnahmen

Der Rückblick der Sektionsleiterinnen an der Jahresversammlung machte auf beeindruckende Weise klar: Viele Kinder kamen auch 2009 in den Genuss von Spielplatzsanierungen, Ferienpässen und auch Unterstützungsbeiträgen, sogenannte Einzelfallhilfen. Mit den Einnahmen von 384 444 Franken konnten die Ausgaben von 437 604 Franken 2009 nicht gedeckt werden.

Und auch für das laufende Vereinsjahr sieht das Budget rote Zahlen vor: «Wir müssen ein ausgeglichenes Verhältnis erreichen. Das wird wichtiges Ziel in den kommenden Jahren sein. Weil die Sparmöglichkeiten klein sind – wir wollen ja weiterhin helfen und präsent sein –, braucht es höhere Einnahmen», so der Präsident.

Im Jahresprogramm 2010/11 werden Arbeitsgruppen zur Mittelbeschaffung, Einzelfallhilfe und Ferienpässe aktiv, die Vernetzung ist ein Thema und auch der Aufbau eines Teams für die Münchwiler Sektion.