Raum für grundsätzliche Fragen

Die Evangelische Kirchgemeinde Frauenfeld läutet das neue Jahr zum dritten Mal in Folge mit einer spirituellen Aktion ein. Pfarrer Jürg Buchegger sagt, was es mit der «Expedition zum Anfang» auf sich hat.

Stefan Hilzinger
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Jürg Buchegger Reformierter Pfarrer der Kirche Kurzdorf (Bild: pd)

Jürg Buchegger Reformierter Pfarrer der Kirche Kurzdorf (Bild: pd)

Herr Buchegger, das ist nun schon die dritte Aktion dieser Art der Evangelischen Kirchgemeinde Frauenfeld. Warum?

Jürg Buchegger: Wir sind der Meinung, dass es in unserer aufgeregten, bibelvergessenen Zeit Platz braucht, um über grundsätzliche Fragen nachzudenken. Den Raum wollen wir mit unserer Aktion wiederum schaffen. Es ist der Wert, sich länger mit den Inhalten der Bibel zu beschäftigen und hinzusehen, was denn dort wirklich zu lesen ist.

Was genau ist geplant?

Buchegger: Die Gottesdienste vom vierten Advent und dann ab dem 10. Januar bis Ostern haben Passagen aus dem Markus-Evangelium zur Grundlage. Das Buch aus dem Neuen Testament ist das kürzeste der vier Evangelien und gilt allgemein als das älteste. Es beginnt nicht mit der Weihnachtsgeschichte, sondern mit der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer. «Anfang» ist das erste Wort dieses Buches, daher das Motto. Nebst den Gottesdiensten widmen sich auch Hauskreise und nach Bedarf weitere Gesprächsgruppen Passagen aus dem Markus-Evangelium. Als Grundlage dient das Buch «Expedition zum Anfang» der beiden deutschen Theologen Klaus Douglass und Fabian Vogt.

Haben die bisherigen Aktionen der Kirche mehr Zulauf gebracht?

Buchegger: Ja, die Aktionen haben schon eine gewisse Nachhaltigkeit entwickelt, auch wenn jetzt nicht die grossen Massen gekommen sind. Die Gespräche zu einem Thema tun auch all denen gut, die sich schon in der Kirchgemeinde engagieren. Da wir alle wissen, wie gedrängt heute unsere Agenden sind, ist die Aktion als Projekt auf drei Monate beschränkt. Das erlaubt es, mitzumachen und danach wieder auszusteigen.

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