Raser muss neun Monate ins Gefängnis

FRAUENFELD/LAUSANNE. Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Autofahrers abgewiesen, der Ende April 2013 ausserorts mit 175 km/h auf der Hauptstrasse von Steinebrunn in Richtung Amriswil gefahren war. Somit muss er die Hälfte der 18-monatigen Haftstrafe absitzen.

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Wer zu schnell fährt, wird geblitzt und je nach Schwere des Vergehens bestraft. (Bild: Archiv/Susann Basler)

Wer zu schnell fährt, wird geblitzt und je nach Schwere des Vergehens bestraft. (Bild: Archiv/Susann Basler)

Das Obergericht des Kantons Thurgau hatte die teilbedingte Strafe der ersten Instanz bestätigt. Ebenso hat nun auch das Bundesgericht geurteilt. Der Raser hatte eine bedingte Freiheitsstrafe und eine Busse bis maximal 3500 Franken beantragt.

Die Gerichte sind jedoch der Ansicht, dass die Voraussetzungen für eine teilbedingte Haftstrafe nicht gegeben sind. So stehen im Strafregister des Verurteilten bereits fünf Vorstrafen − alles Strassenverkehrsdelikte. Der Mann wurde bisher jedoch nie wegen Rasens verurteilt, sondern wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln, pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall und Fahrens trotz Entzug des Führerausweises.

Mit dem Teilvollzug der Strafe soll eine Warnwirkung erzielt werden, deren Folge eine bessere Prognose für die Zukunft erlaubt. (Urteil 6B–1095/2014 vom 24.03.2015) (sda)

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