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Rapper im Alters- und Pflegeheim

Das Image der Alters - und Pflegeheime gilt als verstaubt. Dies will der Verband der Alters- und Pflegeheime Thurgau, Curaviva, mit einer breit angelegten Kampagne ändern. Daran beteiligt ist auch der Rapper Crispy Dee.
Hugo Berger
Rapper Crispy Dee singt von Sorgen und Ängsten der Bewohner eines Pflegeheims. (Bild: Hugo Berger)

Rapper Crispy Dee singt von Sorgen und Ängsten der Bewohner eines Pflegeheims. (Bild: Hugo Berger)

WEINFELDEN. «Zwei Sachen wollen wir mit der Kampagne verbessern», sagte Marlene Schadegg an der Medieninformation, zu der Curaviva Thurgau ins Alterszentrum Weinfelden eingeladen hatte. Das Image der Alters- und Pflegeheime werde von der Öffentlichkeit noch häufig als verstaubt empfunden. Vielen Betagten falle daher die Entscheidung äusserst schwer, ins Altersheim einzutreten. Da die Menschen immer älter werden, steige der Bedarf an Betreuungs- und Pflegepersonal immer weiter an.

Die Heimleiterin des Pflegeheims Sonnhalden Arbon machte deutlich: «Heute herrscht ein akuter Mangel an gut ausgebildetem Pflegepersonal.» Mit der Informationskampagne leiste die Curaviva Thurgau Pionierarbeit. Sie zeige auf, wie vielfältig die Berufe, Aufstiegsmöglichkeiten und Arbeitszeitmodelle in Pflegeheimen seien.

Auch das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner habe sich den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepasst, hob Curaviva-Präsident Dominique Nobel hervor.

Rapper schlägt Brücken

Für die Kampagne bedient sich der Verband der Alters- und Pflegeheime Thurgau nebst Plakat- und ÖV-Werbung modernster Mittel wie Internet-Seiten und Facebook. Die Brücke zur modernen Zeit aber soll vor allem der Rapper Crispy Dee mit Liedern über Pflegeheime schlagen. In seinen Texten beschreibt der Rapper, der die Ausbildung zum Fachmann Gesundheit absolviert hat, welche Sorgen und Ängste die Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims bewegen. Er sei auch schon in Alterszentren aufgetreten, allerdings nur vor dem Personal, sagt der Künstler, und er räumt ein: «Für die älteren Leute sind meine Texte wohl doch etwas zu schnell.»

Von General Guisan geküsst

Der Kampagne ein Gesicht geben sollen auch Bewohner und Angestellte der Pflegeheime. So etwa die 100jährige Anny Ringger, die im Pflegezentrum Neuhaus in Wängi lebt und sich daran erinnert, wie sie einmal von General Guisan geküsst worden ist. Eine interessante Vergangenheit hat auch Pflegehelfer Christian Bundhun: Er bediente früher als Servicefachangestellter Berühmtheiten wie den Papst oder James Bond.

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