Raiffeisenbank wächst solide

Um sechs Prozent konnte die Raiffeisen Frauenfeld die Kundengelder im vergangenen Jahr steigern. Auch die Mitgliederzahl ist gestiegen.

Christine Luley
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Marcel Epper Verwaltungsratspräsident Raiffeisenbank Frauenfeld (Bild: pd)

Marcel Epper Verwaltungsratspräsident Raiffeisenbank Frauenfeld (Bild: pd)

FRAUENFELD. Der Musikverein Islikon-Kefikon sorgt für den Auftakt. Musikpräsident Christian Maeder lädt die Genossenschafter ein, die Musikanten beim «Thurgauerlied» zu unterstützen. Gemeinsam zu singen, fördere das Zusammengehörigkeitsgefühl. Das ist eine passende Überleitung zum statutarischen Teil der Generalversammlung der Raiffeisenbank Frauenfeld vom Mittwochabend.

Verwaltungspräsident Marcel Epper und Reto Inauen, Vorsitzender der Bankleitung, präsentieren den Geschäftsbericht, der einen Gewinn von 532 447 Franken und eine Steigerung bei den Kundengeldern um sechs Prozent ausweist (siehe Kasten).

Massnahmen gegen tiefe Zinsen

Die Raiffeisengruppe ist mit 3,7 Millionen Kunden die drittgrösste Bank in der Schweiz. Eine Powerpoint-Präsentation zeigt, dass eine Pyramide aus so vielen Menschen so hoch wie das Matterhorn wäre. Auch die Mitgliederzahl der Raiffeisen Frauenfeld wächst stetig. Sie beträgt 8071, die jüngste Kundin hat Jahrgang 1996, die älteste 1915. Im Hypothekargeschäft konnte die Bank um 7,1 Prozent zulegen. Das Wachstum bleibe solide, betont Epper, jede Finanzierung werde sorgfältig geprüft, die Qualität des Portfolios sei gut. Trotz tiefer Marktzinsen seien die Zahlen im Zinsgeschäft des vergangenen Jahres stabil geblieben, und die Kundengelder seien gewachsen. Weil auf Sparkonti keine Rendite möglich sei, setze man auf Diversifizierung. Man baue das Angebot im Anlage- und Firmenkundengeschäft aus.

Zufriedene Mitglieder

«Es lohnt sich, vorbeizukommen, holen sie sich einen Termin für eine Anlageberatung», wirbt Reto Inauen. Der Vorsitzende der Bankleitung weist darauf hin, dass Raiffeisen sich auch im schwierigen Umfeld dank Kundennähe, Nachhaltigkeit und Unternehmertum behaupte. Die Mitglieder sind zufrieden und stimmen der Verzinsung der Anteilscheine mit sechs Prozent einstimmig zu.