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Raiffeisen verlässt Gründungsort

Die Raiffeisenbank am Bichelsee schliesst im Verlauf der nächsten drei Jahre den Hauptsitz in Bichelsee und verlegt die Administration nach Turbenthal. Dafür reaktiviert die Bank die zwischenzeitlich geschlossene Filiale in Balterswil.
Mario Testa
Stimmungs-Check beim Mitarbeiter: Bankleiter Ruedi Bleichenbacher im Gespräch mit Kundenbetreuer Remo Näf. (Bild: Mario Testa)

Stimmungs-Check beim Mitarbeiter: Bankleiter Ruedi Bleichenbacher im Gespräch mit Kundenbetreuer Remo Näf. (Bild: Mario Testa)

BICHELSEE. Zur Raiffeisenbank Bichelsee gehören die drei Geschäftsstellen in Bichelsee, Eschlikon und Turbenthal. An letzterem Standort im Tösstal lässt die Bank zurzeit einen neuen Hauptsitz bauen. Der Rohbau steht, im Spätsommer soll das Gebäude fertig sein. Dann beziehen die rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Bereichen Management, Administration, Kredite, Finanzberatung und Logistik arbeiten, dort ihre neuen Arbeitsplätze. «In Bichelsee sind rund 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Auch ich werde dann in Turbenthal arbeiten», sagt Bankleiter Ruedi Bleichenbacher beim Interview im grossen Sitzungszimmer am jetzigen Hauptsitz in Bichelsee. «Der juristische Hauptsitz der Bank bleibt aber auf alle Fälle hier in Bichelsee-Balterswil – und auch eine Geschäftsstelle.»

Über die Umzugspläne informiert hat die Bank ihre Genossenschafter in der aktuellen Ausgabe des Infomagazins. «Ich habe viele Reaktionen erhalten, habe meine Ohren auch immer offen im Dorf. Natürlich habe ich auch kritische Stimmen gehört», sagt Bleichenbacher. «Die Kritik gründet jedoch mehr auf dem Spannungsfeld zwischen den beiden Ortsteilen Bichelsee und Balterswil als auf die Reduktion der Banktätigkeit in der Gemeinde.»

Lange Übergangsphase

Der Wegzug aus Bichelsee erfolgt nicht von heute auf morgen wie Bleichenbacher sagt: «Auch nach dem Umzug nach Turbenthal diesen September wird der Bankschalter hier in Bichelsee erhalten bleiben. Drei erfahrene Kundenbetreuerinnen werden weiter hier arbeiten und für die Kunden bleiben die Öffnungszeiten gleich. Einzig am Samstag wird künftig geschlossen sein.» Diese Situation soll dann ein bis drei Jahre so bestehen, bevor die Geschäftsstelle in Bichelsee ganz geschlossen wird.

Damit für die Bichelseer und Balterswiler weiterhin ein Schalter zur Verfügung steht, wird die ehemalige Filiale in Balterswil wiedereröffnet. «Wir ziehen uns nicht ganz zurück aus Bichelsee-Balterswil», betont Bleichenbacher. «Wir zügeln nur 900 Meter die Strasse runter nach Balterswil, zurück in das Gebäude, wo die Bank schon bis ins Jahr 2002 war.»

Wenig Einfluss auf Steuererträge

Auch wenn künftig die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raiffeisenbank am Bichelsee in Turbenthal arbeiten, blieben die Steuererträge für die Gemeinde etwa gleich, versichert Bleichenbacher. «Wir bezahlen pro Jahr etwa 650 000 Franken Steuern. Diese Summe wird unter den drei Standorten nach einem vorgegebenen Schlüssel verteilt. Daran wird sich auch nicht viel ändern.» Es könne schon sein, dass künftig ein etwas grösserer Teil der bezahlten Steuern nach Turbenthal fliesst, die Veränderungen würden jedoch sehr gering ausfallen. «Bichelsee-Balterswil verliert die Raiffeisenbank trotz Umzug nicht als guten Steuerzahler. Weil der juristische Sitz der Bank hier bleibt, erhält die Gemeinde ohnehin schon ein Vorabanteil der Summe.»

Mitarbeiter freuen sich

«Das ist doch toll, wenn man in einer neugebauten, modernen Bank arbeiten kann», sagt Kundenbetreuer Remo Näf und ergänzt: «Ich freue mich auf den Umzug.» Diese Gemütslage teilten die meisten der Mitarbeiter, sagt Bankleiter Ruedi Bleichenbacher. Zudem seien viele Mitarbeiter ohnehin häufig unterwegs zu Kundenterminen oder in die Geschäftsstellen, oder sie sind an Rotationen innerhalb der Raiffeisen-Genossenschaft gewohnt. «Es gibt Mitarbeiter, die wohnen in der Region Frauenfeld, andere in Wil und Umgebung. Da spielt es keine Rolle, ob sie nun acht Kilometer weiter zur Arbeit fahren müssen als heute.»

Was aus dem heutigen Hauptsitz in Bichelsee wird, ist laut Bleichenbacher noch offen. «Ich will ganz ehrlich sein, es kursiert die Idee, dass die Werke oder die Gemeindeverwaltung hier einziehen. Beschlossen ist jedoch noch nichts. Sollte das nicht klappen, verkaufen wir das Gebäude oder bauen es zu Wohnungen um.»

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