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Raiffeisen knackt Rekordmarken

MÜLLHEIM. Der Verband Raiffeisenbanken Thurgau ist gut aufgestellt. Im ersten Halbjahr 2012 wurde die Schallmauer von 100 000 Genossenschaftern durchbrochen. Und letzte Woche ist die 10-Milliarden-Grenze bei der Bilanzsumme gefallen.
Stefan Borkert
Erfolgreich: (v. l.) Ralph Kepper, Medien, Präsident Schneider und Walter Bächler, Verwaltungsratspräsident Raiffeisenbank Seerücken. (Bild: Nana do Carmo)

Erfolgreich: (v. l.) Ralph Kepper, Medien, Präsident Schneider und Walter Bächler, Verwaltungsratspräsident Raiffeisenbank Seerücken. (Bild: Nana do Carmo)

MÜLLHEIM. Die Atmosphäre ist locker. Im hellen und auf Kommunikation ausgelegtem Foyer der neuen Raiffeisenbank Seerücken in Müllheim stellt deren Vorsitzender der Bankleitung, Ralph Kepper, die Kennzahlen des Verbandes der Raiffeisenbanken Thurgau vor. Kepper, zugleich Mediensprecher des Verbandes, zeigt auf das hochmoderne Ambiente. «Sie können hier an den Tischen Kundengespräche führen, und niemand nebenan hört ein Wort davon, obwohl es keine Wände gibt. Aber natürlich haben wir auch noch Büros mit Türen.» Der Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Seerücken, Walter Bächler, ist ebenfalls stolz auf die Architektur sowie den neuen Standort der Bank. Und nicht nur das.

Jagd nach Bestmarken

Mitten in den Krisenzeiten, wenn Grossbanken und Staaten zittern und wanken, jagen die Thurgauer Raiffeisenbanken ganz im olympischen Geist von Rekord zu Rekord. «Wiederum können die Thurgauer Raiffeisenbanken auf ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr zurückblicken», sagt Ralph Kepper. Die konsolidierte Bilanzsumme der 19 Raiffeisenbanken erhöhte sich nämlich auf mehr als 10 Milliarden Franken. Urs Schneider, Präsident des Verbandes Thurgauer Raiffeisenbanken, ergänzt, dass die 10-Milliarden-Grenze erst letzte Woche durchbrochen wurde. Ende Mai hingegen habe man bereits das hunderttausendste Genossenschaftsmitglied gefeiert.

Im ersten Halbjahr 2012 hielt das solide Wachstum an. Die Zunahme der Bilanzsumme betrug 3,56 Prozent. Dies fusionsbereinigt, da die Raiffeisenbank Roggwil nun zur Regio Arbon gehört, die auch in das Gebiet des Kantons St. Gallen reicht. Im Gegensatz zum letzten Jahr stiegen die Ausleihungen und Kundengelder fast im gleichen Masse, so dass die Eigenfinanzierung von 80,2 auf 80,7 Prozent gesteigert werden konnte, informierte Kepper.

Mehr Festhypotheken

Ein Grossteil der neuen Ausleihungen (plus 2,58 Prozent) betreffen das selbstgenutzte Wohneigentum. Der Festhypothekenanteil beträgt mittlerweile mehr als 91 Prozent. Und es werden langfristige Verträge geschlossen, da die Zinsen derzeit noch sehr tief seien. Kepper rechnet allerdings damit, dass diese Phase auch wieder zu Ende geht. Das Preisniveau der Immobilien habe sich grösstenteils stabilisiert, mit Ausnahmen von wenigen Toplagen. Die neuen Auflagen der Finanzmarktaufsicht (Finma), die seit Juli für die Finanzierung von Immobilien mit Vorsorgegeldern der zweiten Säule gelten, hätten bei den Raiffeisenbanken keinen grossen Einfluss, da schon bisher sehr restriktiv mit solchen Krediten umgegangen worden sei. Angesichts der sehr turbulenten und volatilen Aktienmärkte würden sich die Anleger sehr zurückhaltend verhalten. Manche Kunden würden die niedrigen Sparzinsen dem Risiko der Börse vorziehen, erklärt Urs Schneider. Viele Kunden hätten wieder Termingelder sowie Sparkonten als Anlagemöglichkeit entdeckt, obschon die Renditen bescheiden, dafür aber sicher seien, ergänzt Ralph Kepper. Das erkläre die Steigerung der Kundengelder um 2,8 Prozent wie auch die Reduktion des Erfolgs im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, das um 4,92 Prozent zurückging.

Kosten im Griff

Mit 67,9 Millionen Franken Betriebsertrag sowie 56,80 Mio. Erfolg aus dem Zinsengeschäft habe man erneut weitere Rekordmarken gesetzt. Auch der Fiskus werde sich freuen, da bereits für die ersten sechs Monate ein Steuer-aufkommen von circa 4,17 Mio. Franken angefallen sei, so Kepper.

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