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«Rai Palace» zügelt nun doch nicht

Im Altstadthaus von Filippo Leutenegger an der Freiestrasse wird umgebaut. Das indische Restaurant Rai Palace zieht jetzt aber doch nicht in die Altstadt, wie zunächst abgemacht. Auch weil Vereinbarungen nicht eingehalten wurden.
Samuel Koch
Roshan und Yasmin Rai vom «Rai Palace» bleiben vorerst in ihrem Restaurant in der Frauenfelder Vorstadt. (Bilder: Reto Martin)

Roshan und Yasmin Rai vom «Rai Palace» bleiben vorerst in ihrem Restaurant in der Frauenfelder Vorstadt. (Bilder: Reto Martin)

FRAUENFELD. Der Deal ist geplatzt. «Leider konnten wir uns vertraglich nicht ganz einigen», schreibt Filippo Leutenegger auf Anfrage. Gemeint ist der Mietvertrag mit Roshan und Yasmin Rai vom indischen Restaurant Rai Palace – sie begrüssen ihre Gäste zunächst also weiterhin in der Vorstadt vis-à-vis der kleinen Migros an der Zeughausstrasse.

«Eine spezielle Verbundenheit»

Klar ist auch, dass Filippo Leutenegger an der Freiestrasse 29 ein Altstadthaus besitzt und dieses umbauen will. Der Zürcher Stadtrat und Thundorfer Bürger sagt: «Ich bin speziell mit der Stadt Frauenfeld und dem Thurgau verbunden, obwohl ich selber nie hier gewohnt habe.» Bis vor einigen Monaten noch war an der Freiestrasse 29 das Elektrofachgeschäft Habersaat eingemietet. «Dieser Vertrag war von Anfang an befristet gewesen», sagt Leutenegger, der dem damaligen Besitzer Stefan Habersaat vor einigen Jahren das Haus abgekauft hatte.

Jetzt soll es für rund 1,5 Millionen Franken umgebaut werden. Seit Anfang Jahr stehen die Bauvisiere – zumindest auf dem Dach. Von aussen soll Leuteneggers Altstadthaus nach den kleineren Sanierungen und dem Anbau eines Balkons ähnlich aussehen wie das Nachbarhaus an der Freiestrasse 28. Gerade in der Altstadt unterstehen Sanierungen am Äussern von Gebäuden strengeren Vorschriften (siehe Infokasten). Nebenbei sind aber vor allem zweckmässige Umbauten geplant. Im Innenleben soll sich einiges ändern. So entstehen im zweiten Stockwerk und im Estrich zwei neue Wohnungen. Die bisherige Ladenfläche im Erdgeschoss wird in ein Restaurant und das Untergeschoss in einen Keller umgewandelt.

Keine Einigung bei der Laufzeit

Der neue Mieter stand mit dem «Rai Palace» zumindest auf dem Papier auch schon fest. «Wir haben uns sehr gefreut», sagen Roshan und Yasmin Rai heute. Lange Zeit haben die fehlenden Unterschriften unter dem Vertrag nur noch als Formsache gegolten. Dann hätten sie ab kommendem August in der Altstadt neu eröffnen können. «Wir waren uns mit einem Vorvertrag über viele Sachen einig», sagt Roshan Rai. Zwar hätte Leutenegger viele «ungewöhnliche» Bedingungen gestellt, welche die Rais aufgrund des Wunsches für mehr Platz und der besseren Lage erfüllen wollten.

Jetzt ist klar, aus dem Mietverhältnis zwischen den Rais und Besitzer Leutenegger sowie einer Züglete des «Rai Palace» von der Vorstadt mitten in Frauenfelds Altstadt wird nichts. «Wir wollten eine langfristige Lösung», sagt Rai. Leutenegger habe ihnen aber nur eine definitive Vertragslaufzeit über sieben Jahre angeboten. Obwohl ihm Roshan Rai und seine Frau angeboten hätten, mit ihrer vierköpfigen Familie über dem Restaurant einzuziehen, seien noch weitere Differenzen dazugekommen. Schliesslich konnten sie sich aber weder über ein Mietverhältnis für die beiden Wohnungen noch über einen Vertrag für das Restaurant einigen.

Baubewilligung steht noch aus

Für die Rais bricht nun keine Welt zusammen. Sie bleiben vorerst in der Vorstadt. «Die Frauenfelder lieben die indische Küche», sagt Roshan Rai.

Und Hausbesitzer Filippo Leutenegger möchte sich weiter nach einem neuen Mieter umsehen. «Ich bin wieder offen für neue Ideen», schreibt Leutenegger. Der Umbau werde trotzdem «zügig vorangetrieben». Laut seinem Architekten Bruno Stäheli sollte die definitive Baubewilligung bis Ende April vorliegen.

Filippo Leutenegger Zürcher Stadtrat und Altstadthausbesitzer in Frauenfeld (Bild: pd)

Filippo Leutenegger Zürcher Stadtrat und Altstadthausbesitzer in Frauenfeld (Bild: pd)

Die Visiere kennzeichnen das Bauvorhaben an der Freiestrasse 29. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Die Visiere kennzeichnen das Bauvorhaben an der Freiestrasse 29. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

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