Radwegbau: Eine Etappe im Jahr

Der regionale Radweg durch die Agglomeration Frauenfeld wird in drei Etappen gebaut. Demnächst liegen die Pläne für die Strecke von Islikon zum Bahnhof Frauenfeld auf. Danach folgt ein Stück im Osten der Stadt.

Thomas Wunderlin
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Stadtrat Urs Müller, Gemeindeammann Matthias Müller und Tiefbauamtschef Thomas Müller planen den regionalen Radweg gemeinsam; im Hintergrund ist die Laubgassen-Brücke zu sehen, die mit einem 15 Meter langen Durchstich unterquert wird. (Bild: Donato Caspari)

Stadtrat Urs Müller, Gemeindeammann Matthias Müller und Tiefbauamtschef Thomas Müller planen den regionalen Radweg gemeinsam; im Hintergrund ist die Laubgassen-Brücke zu sehen, die mit einem 15 Meter langen Durchstich unterquert wird. (Bild: Donato Caspari)

FRAUENFELD. Ein Tunnel und eine Brücke – das sind die beiden wichtigsten Bauprojekte der ersten Etappe des regionalen Radwegs. Der Frauenfelder Stadtrat Urs Müller informierte gestern an einer Medienkonferenz vor Ort über den Stand der Planung. «Es ist ja schon eine Weile her seit der Abstimmung.»

Die erste Etappe umfasst den Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Islikon und Frauenfeld. Soweit sie Stadtgebiet betreffen, werden die Pläne im September öffentlich aufgelegt. Gehen keine Einsprachen ein, werden die Pläne dem Bund zur Prüfung überstellt, der vier Monate dafür veranschlagt. Der Bau könnte laut Tiefbauamt-Chef Thomas Müller im besten Fall im Frühjahr 2013 beginnen. Da es sich um das erste Projekt des Agglomerationsprogramms handle, daure das Bewilligungsverfahren etwas länger – «bis es sich abgeschliffen hat».

Beim Tunnel, der in der ersten Etappe gebaut wird, handelt es sich um einen 15 Meter langen Durchstich unter der Laubgasse, der im Tagbau erstellt wird und ein Profil von rund vier auf vier Meter erhält. Die Dimension wurde grosszügig gewählt, damit man sich bei der Durchfahrt nicht beengt fühlt.

Stählerner Fachwerkbau

Die 42 Meter lange Velo- und Fussgänger-Brücke führt im Abstand von rund 1,5 Metern zur Eisenbahnbrücke über die Murg. Sie verbindet den Altweg mit dem etwas tiefer gelegenen Parkplatz der ehemaligen Migros an der Bahnhofstrasse. Der Stahl-Fachwerkbau besteht aus Doppel-T-Profilen und erhält ein 1,5 Meter hohes Geländer. Die Fahrbahn ist wie überall in Zentrumsnähe 3,5 Meter breit.

Für das Teilstück der ersten Etappe auf städtischem Gebiet rechnet Tiefbauchef Müller mit Kosten von 2,5 Millionen Franken; nach Abzug der Beiträge von Bund und Kanton verblieben der Stadt rund eine Million Franken.

Auch Gachnang legt los

Zur Gachnanger Grenze hin wechselt der Radweg durch eine bestehende Unterführung auf die nördliche Seite der Bahnlinie. Bei der Garage Bickel wechselt der Radweg durch eine weitere bestehende Unterführung auf die Südseite. Der Gachnanger Gemeindeammann Matthias Müller sagte, der Gemeinderat habe an seiner letzten Sitzung den Bau des Teilstücks auf seinem Gebiet beschlossen. «Wir freuen uns, dass es jetzt ernsthaft losgeht.»

Frühestens Ende 2015 fertig

Der Radweg wird in drei Etappen gebaut. Als zweite Etappe folgt ein Abschnitt im Osten der Stadt – das dazwischenliegende Stück kommt erst zuletzt dran. Die Reihenfolge ist laut Stadtrat Müller durch die Planungsverhältnisse bedingt. Die Etappen sollen im Jahrestakt gebaut werden, so dass der Radweg vom Bahnhof Islikon zur westlichen Frauenfelder Stadtgrenze im besten Fall Ende 2015 fertig ist.