Rabenmutter muss die Schweiz verlassen

Eine heute 43jährige Kosovarin hatte vor 25 Jahren einen in der Schweiz niedergelassenen Landsmann geheiratet und erhielt eine Niederlassungsbewilligung. Das Ehepaar hat drei heute volljährige Kinder.

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Eine heute 43jährige Kosovarin hatte vor 25 Jahren einen in der Schweiz niedergelassenen Landsmann geheiratet und erhielt eine Niederlassungsbewilligung. Das Ehepaar hat drei heute volljährige Kinder. 2011 verurteilte das Kreisgericht See-Gaster die Frau wegen Gefährdung des Lebens, Körperverletzung und Tätlichkeiten zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren.

Brutale Erziehungsmethoden

Das Gericht warf ihr vor, bei einem Verkehrsunfall fahrlässig eine Passantin umgefahren zu haben. Schwerer wog, was die Frau und Mutter ihrer 17jährigen Tochter angetan hatte. So soll die Mutter den Kopf ihrer Tochter dreimal gegen den Heizkörper des Badezimmers geschlagen haben, bevor sie mit einem Gürtel auf Kopf, Arme und Beine ihrer Tochter eingedroschen hatte. Später habe die Frau ein Elektrokabel um den Hals ihrer Tochter gelegt und zugezogen, so dass diese beinahe erstickt wäre.

Erzieherische Beweggründe

Dem Bundesgericht wollte die Kosovarin weismachen, sie habe die Tat aus erzieherischen Beweggründen begangen, sei dabei wohl zu weit gegangen. Heute gehe von ihr keine Gefahr mehr aus, da die Kinder inzwischen erwachsen seien. Für das Bundesgericht ist klar, dass ihr Verhalten bei weitem den Rahmen eines nachvollziehbaren Eltern-Kind-Konflikts sprengte. Die Frau habe erhebliches Gewaltpotenzial gezeigt. Daher bestehe ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse, sie wegzuweisen. (tzi)

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