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Punk ist auf dem Land daheim

Sven Ferstl, Flo Mühlebach und Nico Coltri sind das Punkrock-Trio «Infected?» aus Pfyn. Sie proben zurzeit für zwei Auftritte. Einer findet am Samstag in Zürich, der zweite am 22. Februar im «House of the Young» in Müllheim statt.
Tobias Rüetschi
Flo Mühlebach (Schlagzeug) und Sven Ferstl (Gitarre) von der Band «Infected?» proben im Dachstock von Flos Eltern. (Bild: Nana do Carmo)

Flo Mühlebach (Schlagzeug) und Sven Ferstl (Gitarre) von der Band «Infected?» proben im Dachstock von Flos Eltern. (Bild: Nana do Carmo)

PFYN. «Should I stay or should I go now?» schreit Sven Ferstl ins Mikrophon. Nebenbei greift er gekonnt die dazugehörigen Akkorde auf seiner Gitarre. Die Jungs der Alternativ-Punk-Band «Infected?» aus Pfyn geben in ihrem Proberaum ihre Version des Klassikers von «The Clash» aus 1982 zum besten. Die Musik ist laut und roh. Ganz so, wie man sich Punkrock vorstellt.

«Does this look infected?»

Der 16jährige Elektroinstallateur Sven Ferstl spielt Gitarre und singt. Am Schlagzeug sitzt der 18jährige Flo Mühlebach. Er ist als Sanitärinstallateur tätig. Der Bass wird von Informatiker Nico Coltri, auch 18jährig, gezupft. Dieser war beim Treffen kurzfristig verhindert. Zusammen tragen sie den ausgefallenen Namen «Infected?».

Zum speziellen Bandnamen gibt es eine Geschichte. Im Juni 2011, als Flo und Sven noch in die Oberstufe gingen, betrachteten die beiden Flos Pinnwand. Diese war zugeklebt mit Band-Stickern. Auch ein Sticker ihrer Lieblingsband, «Sum 41», mit den Worten «Does this look infected?» klebte dort. «Die Pinnwand war so zugeklebt, so dass nur das Wort «Infected?» hervorschaute», sagt Sven. Den beiden gefiel dies, und die Band, die es zwar schon länger, aber in einer anderen Besetzung gab, hatte einen Namen.

Bis der Strom abgeschaltet wird

Zurzeit probt die Band im Haus von Flo Mühlebachs Eltern. «Wir haben aber auch einen Proberaum bei meiner Freundin zu Hause. Dort können wir uns richtig austoben.» sagt Flo. Sie üben zweimal in der Woche. Das ist auch gut so, denn gerade sind zwei Auftritte in Sicht. Einer am Samstag in Zürich und einen weiteren am 22. Februar im «House of the Young» in Müllheim (Siehe Box). «Jeder, der nichts gegen Punkrock und dessen Fans hat, soll kommen!», sagt Sven.

«Zundhölzli» als Punk-Version

Genügend Bühnenerfahrung bringen die jungen Musiker auch schon mit sich. Von den gut zehn bisherigen Auftritten erinnern sie sich am liebsten an das Open Air Müllheim 2012. «Es regnete, hinter uns wurde schon abgebaut - das Mikrophon war schon lange weg - doch wir spielten, bis uns der Strom abgestellt wurde», erinnert sich Sven.

An ihren Konzerten spielen sie jeweils eine Auswahl von Songs aus ihrem Repertoire, dass zurzeit sechzehn meist selbstkomponierte Titel umfasst. Die Band hat auch eine Punk-Version von Mani Matters «Zundhölzli» auf Lager. Diese kann sich hören lassen. «Unser Konzertpublikum besteht zurzeit meist nur aus Freunden.» sagt Sven. Er erhoffe sich jedoch, dass sie bei den kommenden Konzerten mehr Fans, die sie nicht persönlich kennen, gewinnen können.

Auch Studio-Luft konnte die Band schon schnuppern. Flos Vater, der von Beruf Schlagzeuglehrer ist, verhalf der Band im hauseigenen Studio zu den ersten Aufnahmen. Diese sind auch schon auf YouTube zu finden. «Wir nennen das Studio <Danny Mühlebach Records>», sagt Flo und lacht.

Die Inspiration für ihre Lieder nehmen die Jungs aus ihrem Alltag. «In meinem Kopf spielt sowieso immer Musik. Wenn mir mal zwei Textzeilen einfallen, die sich reimen, dann schreibe ich diese auf.» sagt Sven Ferstl. «Sven schreibt die guten Songs, ich schreibe eher die Party-Lieder.», sagt Flo. Ein bisschen schade finden die beiden, dass es in Pfyn keine wirkliche Band-Szene gibt. «Es wäre cool, wenn es noch mehr Bands gäbe. Dann könnten wir mal ein Festival oder ähnliches organisieren», sagt Sven.

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