Pukelsheim-Verfahren

Das Pukelsheim-Verfahren heisst nach dem Augsburger Mathematiker Friedrich Pukelsheim, der es für den Kanton Zürich entwickelt hat. Es verteilt die Parlamentssitze in einem zweistufigen Verfahren auf die Parteien und Wahlkreise. Man spricht deshalb auch vom «Doppelten Pukelsheim».

Drucken
Teilen

Das Pukelsheim-Verfahren heisst nach dem Augsburger Mathematiker Friedrich Pukelsheim, der es für den Kanton Zürich entwickelt hat. Es verteilt die Parlamentssitze in einem zweistufigen Verfahren auf die Parteien und Wahlkreise. Man spricht deshalb auch vom «Doppelten Pukelsheim». Zuerst entscheidet die Oberzuteilung, wie viele Mandate jede Listengruppe erhält. Massgeblich ist die Wählerzahl im ganzen Kanton. Dann entscheidet sich in der Unterzuteilung, wie die Mandate der Listengruppen auf die Listen in den Wahlkreisen verteilt werden. Dazu sind mehrere Annäherungen nötig, denn jede Listengruppe muss so viele Mandate erhalten, wie ihr gemäss Oberzuteilung gebühren, und jeder Wahlkreis muss so viele Kantonsräte stellen, wie seinem Anteil an der Bevölkerung entspricht. Möglich ist, dass in einem Wahlkreis eine Liste mit weniger Stimmen mehr Mandate als eine andere Liste erhält, obwohl letztere mehr Stimmen eroberte (Gegenläufigkeit). Listenverbindungen gibt es keine mehr. (mkn)