Publikum hatte viel zu lachen

In Salenstein fand eine Theateraufführung der besonderen Art statt. Das junge Theater Winterthur inszenierte ein Stück rund um die Seegfrörni.

Ingrid Meier
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Improvisieren: Matthias Wachter, Miro Hintermüller und Salome Kern. (Bild: Ingrid Meier)

Improvisieren: Matthias Wachter, Miro Hintermüller und Salome Kern. (Bild: Ingrid Meier)

SALENSTEIN. Die Kulturkommission Salenstein lud am Samstagabend zu einem Highlight der jungen Theaterszene ein. Drei junge Schauspieler, zugleich Komiker und Moderatoren, begeisterten mit einem Feuerwerk an spontanen Einfällen, kuriosen Improvisationen und Gags das Publikum in der Mehrzweckhalle Salenstein. Gezeigt wurde ein Dok-Film «Die Seegfrörni» von Willi Hugentobler, der 1963 aus der Perspektive von Mannenbach und Salenstein gedreht wurde. Der Wiedererkennungseffekt bei den Besuchern war gross. Von Beginn an hörte man Stimmen wie: «Lueg das isch jo s Bethli und de ander de Willi».

Heiri Ernst durfte mitmachen

Die Schauspieler vom jungen Theater Winterthur zogen das Publikum von Anfang an in ihr Programm mit ein. Sie gaben den Besuchern den Namen Heiri Ernst. Und Heiri Ernst durfte bei den Improvisationen jeweils mitbestimmen. Das gestaltete sich so, dass einer der drei Schauspieler als Regisseur fungierte und den Film jeweils an einer beliebigen Stelle anhielt. Wobei keiner der drei Akteure den Film kannte oder vorher gesehen hatte. Das Publikum – Heiri Ernst – durfte mit Zurufen Titel vorschlagen, zu welchen dann die Schauspieler ein improvisiertes Stück zu der angehaltenen Filmsequenz aufführten.

Nachfolger von Nik Hartmann

Das Publikum amüsierte sich köstlich über die oft skurrilen Einfälle, die Schlagfertigkeit und die Kreativität der Gruppe. Diese bestand aus Salome Kern, Matthias Wachter und als Regisseur und Moderator der erst 20jährige Miro Hintermüller. Letzterer wurde von Besuchern als der moderne Nachfolger von Nick Hartmann angesehen. Lacher, Zurufe und Applaus gab es von den rund Hundert Gästen während des ganzen Stücks. Diese waren durchwegs der Meinung, dass sich hier eine moderne Theaterszene entwickelt, wie man sie vorher nicht kannte.

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