Provisorium zwischen Museen

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Ersatzbau Während der für Sommer 2019 bis Sommer 2021 geplanten Bauarbeiten bleibt das Theatergebäude bis auf die Werkstätten geschlossen. Trotzdem muss der Spielbetrieb so gut wie möglich aufrechterhalten werden, allein schon wegen der Arbeitsplätze und der Sponsoringgelder, wie Theaterdirektor Werner Signer betonte. Deshalb ist ein Provisorium für zwei Spielsaisons vorgesehen. Der temporäre Bau mit Saal (500 Plätze), Bühne und Backstagebereich zu geschätzten Kosten von 4,5 Millionen Franken soll zwischen dem Kunstmuseum und dem Historischen und Völkerkundemuseum zu stehen kommen. Man nehme Rücksicht auf die «diffizile Geschichte» des Stadtparks, hiess es gestern angesichts der bereits erfolgten Proteste von Naturschützern und Stadtpolitikern. Bei der derzeitigen Planung würde höchstens ein zweijähriger Spitzahorn geopfert und allenfalls eine zehnjährige Esche beeinträchtigt. Für das Provisorium wurden unterschiedliche Varianten überprüft: etwa die Übernahme eines temporären Theaters aus Genf (mit 1100 Plätzen zu gross), ein Standort in der Industriehalle auf dem früheren Armstrong-Areal in St. Gallen-Winkeln (zu teuer) oder eine Mietlösung auf dem Olma-Areal (zu eingeschränkt). Alle alternativen Lösungen seien nachteiliger als die erwähnte Lösung, die nah an den Werkstätten des Theaters und seinem Catering liegt. (mel)