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PROJEKT: Wiedergeburt einer Idee

Ende April startet die einwöchige «Kulturbühne 2018». 22 Gemeinden beteiligen sich, darunter der ganze Hinterthurgau. Seit dieser Woche ist das Programmheft online.
Olaf Kühne
Das stilisierte K in Würfelform ist das Logo der «Kulturbühne 2018». Zur Bewerbung des Anlasses schickten die Organisatoren den Holzwürfel mit einer Bilderstrecke auf eine Reise durch die teilnehmenden Gemeinden. An dieser Idee beteiligten sich auch die Sirnacher Muschelfee Livia Jäggi. (Bild: pd)

Das stilisierte K in Würfelform ist das Logo der «Kulturbühne 2018». Zur Bewerbung des Anlasses schickten die Organisatoren den Holzwürfel mit einer Bilderstrecke auf eine Reise durch die teilnehmenden Gemeinden. An dieser Idee beteiligten sich auch die Sirnacher Muschelfee Livia Jäggi. (Bild: pd)

Olaf Kühne

olaf.kuehne@thurgauerzeitung.ch

«Wir hoffen natürlich, dass daraus eine fixe Einrichtung entsteht», sagt Pascal Mettler. Der Ettenhauser ist Projektkoordinator der Kulturbühne 2018. Vorerst gelte es aber abzuwarten, wie der einwöchige Anlass bei den Beteiligten – Kulturschaffende wie auch Publikum – ankomme. «Es ist ein Experiment, welches unsere Region so noch nie erlebt hat», sagt denn auch OK-Präsident Mike Marbach, der auch im Vorstand des Vereins Thurkultur – Träger der Kulturbühne – mitwirkt.

Mitglied bei Thurkultur sind, nebst diversen Organisationen und Einzelmitgliedern, die Gemeinden der Regio Wil, so auch sämtliche 13 Hinterthurgauer Gemeinden. Aus dem Hinterthurgau stammt letztlich auch die Idee für die Kulturbühne: Noch von der Vorgängerorganisation Kultur Südthurgau organisiert, gingen im Herbst 2011 die «Tage der Kultur» über die Bühne. 55 Mitwirkende, Kulturschaffende, Kulturveranstalter, Vereine und Galerien in elf Gemeinden beteiligten sich damals am zweitägigen Anlass.

Eineinhalb Jahre Vorbereitungszeit

Ende April nun sind die Dimensionen etwas grösser. In 22 Gemeinden zeigen 150 Kulturschaffende während einer Woche an über 70 Veranstaltungen ihr Wirken. «Die Idee hierzu hatten wir im Herbst 2016», sagt Pascal Mettler. Schnell habe sich dann gezeigt, dass die erstmalige Umsetzung eines solchen Vorhabens Zeit brauche. Bis zur eigentlichen Initialzündung des Projektes sollte denn auch ein halbes Jahr vergehen: Im März vergangenen Jahres versammelten sich rund 120 Interessierte zu einer Kickoff-Veranstaltung in Wil.

«Nach diesem Abend haben wir mit 40 bis 50 Veranstaltungen gerechnet», sagt Mettler. «Dass es nun über 70 geworden sind, freut mich riesig.» Damit sei mindestens ein Ziel des Anlasses bereits erreicht. «Wir wollen den Kulturschaffenden eine niederschwellige Plattform bieten.» Dass auch ein weiteres Ziel – das Kulturschaffen der Region in seiner ganzen Breite abzubilden – erreicht wurde, zeigt sich spätestens beim Blick ins 35-seitige Programmheft. Es steht seit dieser Woche als PDF zum Download bereit. Darin findet sich der Gemischte Chor Häuslenen-Aawangen genau so wie die Theatertruppe «FAHR.WERK.ö!», die in der Komturei Tobel gastieren wird. Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und weiteres sollen ein möglichst breites Publikum ansprechen.

Gemeinden bezahlen einen Franken pro Einwohner

Mit «Publikum» meint Pascal Mettler nicht zuletzt auch die Steuerzahler. «Mit der Kulturbühne wollen wir auch zeigen, wofür das Geld aus den Gemeinden verwendet wird», sagt er. Schliesslich ist eine wesentliche Einnahmequelle des Vereins Thurkultur der Beitrag der Mitgliedergemeinden. Sie bezahlen einen Franken pro Einwohner. Die Kulturämter St. Gallen und Thurgau verdoppeln den Betrag jeweils. An der Jahresversammlung im vergangenen Mai scheiterte der damalige Thurkultur-Präsident Hans Suter indes mit seinem Antrag, den Gemeindebeitrag von einem auf zwei Franken zu erhöhen, womit sich auch die Kantonsbeiträge verdoppelt hätten. Die Mehrheit der Gemeinderäte erteilte dem Vorhaben eine Abfuhr.

Gut mitgewirkt hätten die Kommunalpolitiker nun hingegen bei der Kulturbühne. «Wir haben die jeweils für die Kultur zuständigen Gemeinderäte gebeten, in ihren Gemeinden Werbung für das Projekt zu machen», sagt Mettler. Dabei seien zwar nicht alle mit dem gleich grossen Herzblut zu Werke gegangen, engagiert hätten sich aber alle. «So erklärt es sich auch, dass in manchen Gemeinden sehr viele, in anderen Gemeinden nur wenige Veranstaltungen in unserem Programmheft stehen.»

Hinweis

Das vollständige Programm der Kulturbühne 2018 sowie weitere Informationen zum Projekt unter: www.kulturbuehne2018.ch

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