Produkte erhalten ein Gesicht

80 Aussteller präsentieren sich seit gestern abend an der Münchwiler Gewerbemesse. Regierungspräsidentin Monika Knill zeigt sich beeindruckt.

Mario Fuchs
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Junge Turner vom Leistungszentrum Wil zeigen Akrobatik zur Eröffnung. (Bild: mf)

Junge Turner vom Leistungszentrum Wil zeigen Akrobatik zur Eröffnung. (Bild: mf)

MÜNCHWILEN. Zwei Jahre: So lange hat es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert. 1200 Mails hat OK-Präsident Bruno Wick versendet, und etwa gleich viele empfangen. Alles aus einem Grund, wie er gestern abend an der Eröffnung vor den 80 Ausstellern der Münchwiler Messe auf dem Waldegg-Areal sagte: «Ich bin überzeugt, dass es gutes Gewerbe braucht, im Dorf, in der Region, und dass sich gutes Gewerbe zeigen muss.» Dies wird es noch bis Sonntag tun. Geöffnet ist die Ausstellung heute von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

«Riesiger Effort»

«Wir sind kein Kaff», sagte Gemeindeammann Guido Grütter stolz: «In einem Kaff wäre ein solcher Effort nicht möglich.» 350 Helferinnen und Helfer sind im Einsatz, koordiniert durch das elfköpfige Organisationskomitee aus dem Umfeld der Vereinigung Münchwiler Firmen. «Es sind die Menschen und nicht die Häuser, die eine Ortschaft wie Münchwilen ausmachen.»

Beeindruckt von der «riesigen Menge an Ausstellern» zeigte sich auch die Thurgauer Regierungspräsidentin Monika Knill. Sie warf die Frage auf, weshalb sich eine solche Vielzahl Gewerbetreibender für und nicht gegen einen Messeauftritt entscheiden. Und lieferte die Antwort gleich selbst: «Gerade KMU müssen ihren Dienstleistungen und Produkten ein Gesicht geben, Emotionen vermitteln.» Es sei entscheidend, dass sich das Gewerbe wieder lokal präsentiere. Chef und Mitarbeiter sollen sichtbar in Erscheinung treten. Weiter lobte Monika Knill die ausserordentliche Ausbildungsbereitschaft im Kanton. 3100 Betriebe böten im Thurgau Lehrstellen an. Ein Aufwand, der von Hunderten Betrieben mitgetragen werde, «weil diese überzeugt sind, dass der eigene Berufsnachwuchs enorm wichtig ist».

«Stolz sein auf das, was wir tun»

Der Thurgauer Gewerbepräsident Peter Schütz unterstrich ebenfalls die Bedeutung des Werk- und Ausbildungsplatzes. «Wir müssen mit Überzeugung für unsere Produkte und Dienstleistungen einstehen und stolz sein auf das, was wir tun.»

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