Problempflanze breitet sich im Thurgau aus

Merken
Drucken
Teilen

Schädling Der Kanton Thurgau läutet die Alarmglocken. «Das Einjährige Berufkraut eine Problempflanze», heisst es in einer Mitteilung. Sie verdränge einheimische Pflanzenarten auf ökologisch wertvollen Flächen wie Magerstandorten und Ruderalflächen und blühe von Juni bis Oktober. Sogar zu Kürzungen der Direktzahlungen in der Landwirtschaft könne die Pflanze, die im 17. Jahrhundert als Zierpflanze aus Nordamerika nach Europa gebracht wurde, «bei übermässigem Besatz» in Biodiversitäts- förderflächen führen.

Wie andere eingeführte Zierpflanzen habe sich das Einjährige Berufkraut aus den Gärten ins umliegende Kulturland ausgebreitet. Die Pflanze wachse an Wegrändern, Ufern, Schuttplätzen und immer öfter auch in ökologisch wertvollen Flächen wie Magerwiesen oder Buntbrachen. Hier sei die Gefahr gross, dass auch gefährdete einheimische Arten verdrängt werden.

Die Pflanze ähnelt einem Gänseblümchen, einer Kamille oder einer kleinen Aster. Die Vermehrung findet über Flugsamen statt. «Helfen auch Sie mit, dass die Pflanze nicht weiter in unsere wertvollen Lebensräume eindringt», lautet der Appell des Kantons. Und er schreibt auch, wie das geht: «Reissen Sie das Einjährige Berufkraut vor dem Versamen mitsamt seiner Wurzel aus und entsorgen Sie die Pflanzen im Kehricht.» (red)