Pro Senectute hilft neu Krebskranken

Seit gut einem Monat spannen die Pro Senectute Thurgau und die Thurgauische Krebsliga zusammen, um Krebspatienten und ihre Angehörigen im Alltag zu entlasten.

Christof Lampart
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Zusammenarbeit beschlossen: Elisabeth Herzog Engelmann, Christian Taverna, Ursula Dünner und Barbara Hohl (von links). (Bild: Nana do Carmo)

Zusammenarbeit beschlossen: Elisabeth Herzog Engelmann, Christian Taverna, Ursula Dünner und Barbara Hohl (von links). (Bild: Nana do Carmo)

Weinfelden. Pro Senectute Thurgau und die Thurgauische Krebsliga arbeiten in der Zukunft eng zusammen. Die Pro Senectute wird, bei Bedarf, für Patientinnen und Patienten der Thurgauischen Krebsliga Alltagshilfen erbringen. Wie der Präsident der Thurgauischen Krebsliga, Christian Taverna, am Freitagnachmittag an einer Medienkonferenz erklärte, wolle man mit dieser Zusammenarbeit «nicht die Spitex konkurrenzieren, sondern vorhandene Bedürfnisse abdecken, wo dies bis anhin nicht oder zumindest zu wenig möglich war».

Alltagshilfen können kleinere handwerkliche Reparaturen und Dienstleistungen im Haushalt sein, aber auch Sachen wie Grobreinigungen im Haushalt, das Putzen von Fenstern, leichte Gartenarbeit oder Schneeräumung. «Man erledigt einfach jene Sachen, die der Patient im Normalfall auch ohne eine Fachkraft erledigt hätte», so die Geschäftsleiterin der Pro Senectute Thurgau, Ursula Dünner.

Keine medizinischen Leistungen

Ganz klar nicht in diese Kategorie gehören medizinische Leistungen. «Für die medizinischen Belange ist die Spitex zuständig. Wir beschränken uns auf die Haushaltshilfe», sagt Dünner.

Die Pro Senectute wird sich bei diesen Aufträgen nicht auf ihre angestammte Altersgruppe, die Senioren, beschränken. «Die Vereinbarung gilt auch für alle anderen Erwachsenen, zum Beispiel die krebskranken Eltern von minderjährigen Kindern», so Dünner.

Auch Gespräche oder Ausflüge

Ist die Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und der Pro Senectute beschlossene Sache, schaut die Helferin wöchentlich ein bis zwei Stunden vorbei. «Wir können dies auch für Gespräche, Spaziergänge oder kleine Ausflüge verwenden, also Sachen, die geeignet sind, um den Patienten auf andere Gedanken zu bringen», sagt Pro-Senectute-Einsatzleiterin Barbara Hohl.

Mit wie vielen «Alltagshilfen» rechnet denn die Krebsliga jährlich? «Das ist schwer zu sagen, aber es müssten schon irgendwo zwischen 30 und 60 sein, damit wir eine positive Bilanz ziehen können», so die Geschäftsleiterin der Thurgauischen Krebsliga, Elisabeth Herzog Engelmann.