Pro Juventute gründet Kantonalverein

Sechs von neun bisherigen thurgauischen Pro-Juventute-Bezirken schlossen sich am Freitag in Weinfelden zum Verein pro juventute Thurgau zusammen.

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Weinfelden. Die Stiftung Pro Juventute ist seit über 90 Jahren ein helvetisches Markenzeichen. Während die Stiftung mit Sitz in Zürich die kostspieligen nationalen Kampagnen finanzierte, konnten die 185 schweizerischen Bezirksvereine mit ihren rund 8000 Freiwilligen jeweils ein Fünftel der Einnahmen für eigene regionale Projekte verwenden.

Eine Lösung für diese Schieflage wurde nun mit der Schaffung von Lizenzverträgen und der Ablösung der 185 Bezirke durch 26 Kantonalvereine gefunden.

Die Zusammenarbeit des Vereins pro juventute Thurgau mit der Stiftung Pro Juventute ist also neu durch Verträge geregelt. «Rechtlich sind wir jetzt unabhängig, führen eigene Kostenstellen in den Sektionen und kantonal zentral die Buchhaltung», erklärt der erste Präsident Anders Stokholm.

Dem neuen Verein gehören mit Weinfelden, Bischofszell, Frauenfeld, Romanshorn, Kreuzlingen und Steckborn sechs der bisherigen Bezirke an.

Der erste Vorstand setzt sich neben dem Präsidenten zusammen aus Olga Kappeler, Susanne Spring, Sigrid Wrensch, Walter Knöpfel und Carol Superina. Der Bezirk Diessenhofen hat sich dem kantonalen Verein Schaffhausen angeschlossen.

Die Bezirke Arbon und Münchwilen machen vorläufig nicht mit. «Diese Vorstände haben wegen der Strukturveränderung ihren Rücktritt gegeben.

Wir werden uns jedoch bemühen, jetzt, nach der Gründung, wieder in den Bezirken Leute zu finden, die bei uns mitmachen wollen», so Stokholm. Bis dahin werde die Arbeit in den vakanten Bezirken aufgeteilt. Der Markenverkauf im Bezirk Arbon wird von Romanshorn und Weinfelden organisiert, jener von Münchwilen von Steckborn. (art)