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Privatklinik-Pläne lösen sich in Luft auf

Die Pläne für eine Privatklinik des deutschen Schönheitschirurgen Werner Mang im liechtensteinischen Triesen sind zerronnen. Warum das Projekt gescheitert ist, bleibt vorerst im dunkeln.
Patrick Stahl

TRIESEN. Die Initianten der Privatklinik in Triesen haben ihre Pläne über den Haufen geworfen. Anstelle einer Klinik soll der Neubau an der Austrasse anderweitig genutzt werden. Der Schönheitschirurg und Teilhaber Werner Mang macht äussere Umstände für das Scheitern der Klinik verantwortlich: «Nach anfänglicher Euphorie und langen Verhandlungen sind die beteiligten Ärzte leider wieder abgesprungen», sagt Mang. Er mutmasst, dass die Mediziner womöglich das Risiko der Investitionen gescheut hätten. Werner Mang bedauert das Scheitern der Klinikpläne. «Es wäre ein grossartiges Projekt geworden», sagt er.

Chirurgie und Orthopädie

In der Privatklinik hätten acht bis zehn Ärzte mit Schwerpunkt Chirurgie und Orthopädie tätig werden sollen. Geplant waren drei Operationssäle und insgesamt 30 Betten. Mang sagt, es sei weder eine Schönheitsklinik geplant gewesen, noch hätte er selbst dort Patienten behandelt. «Aus zeitlichen Gründen ist es mir gar nicht möglich, zusätzlich noch in Liechtenstein tätig zu sein.» Mang betreibt die Bodenseeklinik in Lindau und eine weitere Klinik in Rorschacherberg. Möglicherweise stellt sich die Situation aber anders dar. Mang könnte ein Strafverfahren in Deutschland zum Verhängnis geworden sein, heisst es aus gut informierten Quellen.

Rechtskräftig verurteilt

Der Mediziner wurde im Januar 2013 wegen vorsätzlicher Körperverletzung rechtskräftig verurteilt, weil er einen Arzt ohne Zulassung in der Bodenseeklinik operieren liess. Mang gilt somit als vorbestraft. Fraglich ist, ob Mang die gesetzlichen Anforderungen für eine Arztzulassung in Liechtenstein erfüllt. Denn das Ärztegesetz schreibt dafür einen guten Leumund vor. Das zuständige Regierungsressort wollte sich auf Anfrage nicht dazu äussern, ob Mang jemals um eine Berufsbewilligung angesucht hatte.

Hotelkette hat Interesse

Nach dem Aus für die Privatklinik suchen die Investoren nun nach einer neuen Bestimmung für die millionenteure Immobilie. «Wir prüfen eine interessante Alternative», sagt Mang. Die Investoren stehen nach eigenen Angaben im Gespräch mit den Verantwortlichen einer internationalen Hotelkette, die einen Teil der Immobilie übernehmen könnte. Der Rest könnte an Dienstleister oder Gewerbebetriebe vermietet werden. Aber auch Schönheitsjünger dürfen weiter hoffen. Mang sagt, der Standort biete sich auch bei einer Umnutzung für ein sogenanntes Ästhetik-Center an. Die Medical-One-Gruppe, deren Teilhaber Mang ist, betreibt in Deutschland mehrere solcher Behandlungszentren. Dort können sich Patienten bei einfachen Eingriffen behandeln lassen. Im Fall von operativen Eingriffen werden die Patienten aber an eine Schönheitsklinik verwiesen.

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