Prekäre Platzverhältnisse

Der Steckborner Stadtrat hat den neuen Fussballplatz zuoberst auf die Prioritätenliste gesetzt. Die heutige Situation ist für die Fussballer mehr als frustrierend.

Barbara Hettich
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Alte Baracke als Clubhaus: Daniel Scherrer, Präsident des FC Steckborn, würde noch so gerne in die Infrastruktur investieren. (Bild: Barbara Hettich)

Alte Baracke als Clubhaus: Daniel Scherrer, Präsident des FC Steckborn, würde noch so gerne in die Infrastruktur investieren. (Bild: Barbara Hettich)

STECKBORN. Die Garderoben sind eng, Duschen gibt es nur wenige, im Clubrestaurant wellen sich die Bodenplatten, und der Boden darunter fault. Die einstige Schulhausbaracke aus den 60er- Jahren, die seit vielen Jahren dem FC Steckborn als Clubhaus dient, hat ausgedient. «Wir müssten schon längst in die Infrastruktur investieren», sagt Daniel Scherrer, Präsident des FC Steckborn.

Die prekären Zustände im Clubhaus sind nicht die einzigen Probleme, die drücken. Vom Fussballplatz aus hat man zwar eine tolle Aussicht auf den See, dafür ist der Platz zu schmal. Meisterschaftsspiele dürfen nur mit Ausnahmebewilligungen ausgetragen werden und sind nur möglich, solange Steckborn in den untersten Ligen spielt.

Der Platz reicht zudem nicht für die Trainings aller Mannschaften aus. Der FC muss auf die Wiese beim Feldbachschulhaus oder bei der Badi ausweichen. Das meiste Trainingsmaterial muss jeweils vom Sportplatz vom Berg runter zum See transportiert werden.

Frustrierte Fussballer

«Für uns ist die ganze Situation sehr frustrierend», sagt Daniel Scherrer. Der FC Steckborn habe zwar mit zurzeit 150 aktiven Junioren genügend Nachwuchs, doch die Trainingsbedingungen seien so schlecht, dass die guten Spieler und Trainer immer wieder abwandern. Eine Mädchen- oder Damenmannschaft gebe es schon gar nicht, weil die sanitären Anlagen fehlten. Die jüngste Tochter des FC-Präsidenten spielt deshalb auch in Münsterlingen.

Die Platzverhältnisse des Fussballclubs sind in Steckborn seit vielen Jahren ein Politikum. Seit längerem steht der FC in Landverhandlungen, denn gerne würde man einen genügend grossen Fussballplatz mit neuem Clubhaus etwas weiter oben auf der Ebene anlegen. Dazu wird das Land von sieben Grundeigentümern gebraucht. Sechs davon würden ihr Land dafür geben, gescheitert sei das Ganze bislang an einer Person. «Wir haben kaum eine Alternative», sagt Daniel Scherrer. Denn Steckborn sei nun mal am Hang gebaut, und es gebe nur wenige ebene Flächen.

Neuer Platz, neuer Schub

Beim neuen Stadtammann steht der neue Fussballplatz ganz oben auf der Prioritätenliste der Legislaturziele. «Das freut mich natürlich», sagt Scherrer. Ob dies etwas nützt, wagt er noch zu bezweifeln. Am guten Willen und Einsatz des Stadtrats habe es auch in der Vergangenheit nicht gefehlt.

Die Hoffnung hat Scherrer noch nicht aufgegeben. «Ein neuer Platz würde unserem Verein einen mächtigen Schub geben, wir könnten endlich mit Visionen an die Arbeit gehen.»

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