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PREISVERLEIHUNG: Jetzt ist die halbe Million geknackt

Grosse Ehre für den Verein «Freunde des Wasserschlosses Hagenwil»: Die Regionalplanungsgruppe Oberthurgau hat ihn zum «Oberthurgauer des Jahres» gekürt.
Rita Kohn
Vereinspräsident Bernhard Koch und Stadtpräsident Martin Salvisberg als Vertreter der Regionalplanungsgruppe Oberthurgau bei der Übergabe. (Bild: Reto Martin)

Vereinspräsident Bernhard Koch und Stadtpräsident Martin Salvisberg als Vertreter der Regionalplanungsgruppe Oberthurgau bei der Übergabe. (Bild: Reto Martin)

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

Über 520 Menschen sind «Oberthurgauer des Jahres 2017». Sie alle sind Mitglieder des Vereins «Freunde des Wasserschlosses Hagenwil.» Und sie sind die Träger von Sanierungsprojekten, die dazu beitragen, das einzige Wasserschloss in der Ostschweiz – und eines der wenigen in der ganzen Schweiz – zu erhalten. Die Ehrung durch die Regional­planungsgruppe Oberthurgau (RPO), der die zwölf Oberthurgauer Gemeinden sowie die zum Kanton St. Gallen gehörende Gemeinde Steinach angehören, kommt für den Verein zum idealen Zeitpunkt. Denn nur Stunden vor der Feier im Schloss Hagenwil konnte der Verein sein drittes Projekt starten, eine umfassende Sanierung des westlichen Wehrgangs, des Wöschhüslis und des Restaurants. Gegen 2,5 Millionen Franken wird diese Sanierung kosten – finanziert durch Spenden, Beiträge von Bund, Kanton und Stadt und durch die Mittel, die der Verein selber generiert.

Ein spezieller Einsatz sei es, den die Vereinsmitglieder hier leisten würden, sagt Martin Salvisberg, der als Amriswiler Stadtpräsident nicht nur als Gastgeber, sondern vor allem als Vizepräsident der RPO vor dem Publikum im Schlosssaal steht. Diesen Einsatz würdigt die RPO nun mit der Verleihung des Titels.

Willkommener Zustupf

Der Titel ist eine grosse Ehre für den Verein, sagt dessen Präsident Bernhard Koch. Es ist die öffentliche Anerkennung für Arbeit, die vor allem im Stillen geleistet wird. Und der Verein ist in Sachen Titel nicht in schlechter Gesellschaft. Seit 2002 verleiht die RPO fast jährlich den Titel des Oberthurgauers des Jahres. An Einzelpersonen, oder wie 2017 auch an einen Verein oder an Gruppierungen.

Willkommen ist der Zustupf in die Vereinskasse, der mit der Ehrung verbunden ist. 5000 Franken lässt sich die RPO die Sache kosten. Es sei nur ein bescheidener Beitrag, sagt Martin Salvisberg und weist auf die Summe hin, welche die aktuelle Sanierung kosten wird. Mit einem Lächeln nimmt Bernhard Koch den finanziellen Beitrag entgegen. Damit habe der Verein gerade ­einen grossen Schritt gemacht, sagt er. «Bis zur Verleihung waren wir bei Spenden in der Höhe von etwas über 496 000 Franken.» Mit dem Check würde nun die halbe Million geknackt. Noch ist es nicht genug, um die ganzen Kosten zu decken. «Wir bringen es hin», sagt Bernhard Koch zuversichtlich. Die Ehrung durch die RPO kann dazu beitragen. Denn der Verein sucht weitere Mitglieder, die durch ihren jährlichen Beitrag zu wichtigen Trägern des Sanierungsprojekts werden.

Ungewöhnliche Laudatio

Dass die Preisverleihung an dem Ort stattfindet, der für das Wirken des Vereins zentral ist, ist schon fast eine Selbstverständlichkeit. Ebenso, dass die Laudatio von guten Kennern des Schlosses gehalten wird. Während ein paar verirrte Sonnenstrahlen durch die Butzenscheiben des Schlosssaals dringen, lächelt Andi Angehrn vom Rednerpult in die Menge. Seine Erklärungen zum Schloss sind zwar informativ, aber nur Element einer kurzen, typisch witzigen Einlage anstelle der eigentlichen Laudatio. Mit Florian Rexer an seiner Seite figuriert der junge Schlossherr nicht nur als Gastgeber, sondern auch als Unterhalter

Es ist ein kurzer Festakt, der an diesem Freitagabend stattfindet. Das Publikum ist amüsiert, lässt sich auf die beiden Filme zum Thema Schloss und Verein «Freunde des Wasserschlosses Hagenwil» ein, und nutzt anschliessend die Zeit, um sich zu unterhalten oder sich kurz im Schloss umzusehen. Nur wenige kennen sich noch nicht aus, fast alle Besucher sind Vereinsmitglieder und damit dem Schloss längst tief verbunden.

Bernhard Koch freut sich dar­über, dass nicht nur die Grossratspräsidentin Heidi Grau zur Ehrung gekommen ist, sondern auch die Regierungsratspräsidentin Carmen Haag. Und selbst die Vertreterin einer Stiftung, die ­einen grösseren Beitrag an die Sanierung geleistet hat, ist vor Ort. Sie verrät mit einem Lachen, dass sie sich im Schloss schon ein Zimmer ausgesucht hat für eine Übernachtung.

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