Preise machen Holzbauern das Leben schwer

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Holzbranche«Arbon ist der Geburtsort des schweizerischen Holzbaus, und hier hat Burkhard Zöllig sich als erster Unternehmer das Patent von Otto Hetzer gesichert», begrüsste Präsident Markus Krattiger seine Berufskollegen und die Gäste. «Das Ergänzungsgebäude zum Regierungsgebäude wird eine moderne Holzkonstruktion, und diesen Sommer wird das Siegerprojekt feststehen», wandte sich Regierungsrätin Carmen Haag an die Thurgauer Holzbauer. Sie kündigte an, dass im Herbst der Wettbewerb für den Erweiterungsbau des Berufsbildungszentrums Weinfelden ausgeschrieben wird und im kommenden Jahr mit einem Ergebnis gerechnet werden kann. «Der Kanton ist aktiv, wenn es um Holz geht», versicherte Haag, forderte aber zugleich, dass jeder Bauherr einen Beitrag zur vermehrten Verwendung von Schweizer Holz leistet.

Holz trotz Mehrkosten

«Bauen mit Holz liegt weiterhin im Trend, und auch dieses Jahr wurden schweizweit unzählige Holzbauten realisiert», freut sich der Präsident. Er zeigt sich überzeugt davon, dass die Bauherren bereit sind, einen Mehrpreis zu bezahlen, wenn sie die Sicherheit haben, dass Schweizer Holz verwendet wird. Sorge bereitet Krattiger der sehr starke Preisdruck bei mittleren und grösseren Objekten. «Heute sind es vielfach nicht die immer wieder erwähnten ausländischen Mitbewerber, sondern grössere Holzbauer aus dem Raume Zürich, die uns mit Tiefpreisangeboten das Leben schwer machen», stellt der Präsident fest. Er hofft, dass mit dem Anbieten von Schweizer Holz die ausländische Konkurrenz auf Distanz gehalten werden kann. «Holz aus der Region – für Bauten in der Region, hergestellt durch den regionalen Holzbauer», das ist Krattigers Devise. Mit solchen oder ähnlichen Ideen gelinge es, eine bessere Kundenbindung zu Gunsten der gesamten regionalen Holzkette zu erreichen.

Für das kommende Jahr kündigen Präsident Markus Krattiger und ein weiteres Vorstandsmitglied ihren Rücktritt an. (red)