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PRÄVENTION: Gegen den Alltagsstress ins Kloster

Menschen, die an ihre Grenzen stossen, können sich in der Kartause Ittingen eine Auszeit gönnen. Mit Therapien und Gesprächen soll ihnen geholfen werden.
Larissa Flammer
Die Kartause Ittingen: eine Oase der Ruhe. (Bild: Reto Martin)

Die Kartause Ittingen: eine Oase der Ruhe. (Bild: Reto Martin)

Larissa Flammer

larissa.flammer@thurgauerzeitung.ch

Zum ersten Mal verbrachten vergangene Woche zwei Personen eine Auszeit in der Kartause Ittingen. Anbieter ist Tecum, das Zentrum für Spiritualität, Bildung und Gemeindebau der evangelischen Landeskirche. Leiter Thomas Bachofner erklärt Ziel und Inhalt von «Auszeit im Kloster».

Thomas Bachofner, für wen ist die Auszeit gedacht?

Weniger für Leute, die bereits am Rande oder in einem Burnout stehen. Aber für Personen, die merken, dass sie an Grenzen stossen. Die vielleicht herausfinden wollen, wo die Wurzeln des Stresses liegen.

Warum hat sich Tecum für dieses Angebot entschieden?

Die Kartause bietet sich sehr an. Sie bietet einen Rahmen, um sich aus der Betriebsamkeit des Alltags rauszunehmen, aus dem Hamsterrad auszusteigen. Hier ist auch die Andockung an die spirituelle Quelle möglich. Mit diesen beiden Ansätzen kann man hier zur Ruhe finden.

Eine Woche Auszeit ist jeweils für zwei Personen gedacht. Sind da Paare angesprochen oder zwei Einzelpersonen?

Beides. Die beiden Personen vergangene Woche kannten sich noch nicht. Die Therapien und Begleitungen finden für jede Person einzeln statt. Paare können jedoch das Outdoor-Coaching gemeinsam machen. Grundsätzlich geht aber jeder seinen eigenen Weg und bringt seine eigenen Themen zur Sprache.

Sie sprechen Therapien und Outdoor-Coaching an. Was wird denn genau geboten?

Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, auch der Körper wird mit einbezogen. Es gibt therapeutische Arbeit mit dem inneren Kind, bei der dessen Bedürfnissen nachgegangen wird. Es gibt unter anderem auch Körperarbeit oder Meditationen.

Körperarbeit im Sinne von Gärtnern oder Ähnlichem?

Nein, dabei geht es um Berührungen. Den Spannungen im Körper nachzuspüren und eventuellem Schmerz auf die Spur zu kommen. Körperliche Arbeit wie Gärtnern wäre ein weiterer Ansatz. Es gibt aber viel freie Zeit für Veloausflüge oder Spaziergänge.

Wer führt diese Therapien durch?

Das machen Ina Lindauer und ich. Sie ist Körper- und Trauma-Therapeutin, ich bin Pfarrer und habe eine Ausbildung als Meditationsleiter.

Seit wann gibt es das Angebot «Auszeit im Kloster»?

Wir haben es auf dieses Jahr hin lanciert, diese Woche ist es das erste Mal zu Stande gekommen. Für Juli hat sich auch bereits jemand angemeldet. Es wird sich zeigen, wie die Nachfrage ist. Wir haben alle Hausärzte informiert, damit sie das Angebot im Sinne der Prävention jemandem empfehlen können.

Hinweis

Mehr Informationen online unter www.tecum.ch

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