Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

PRÄSIDENT DER UNTERSUCHUNGSKOMMISSION HEFENHOFEN: "Wir befragen eine zweistellige Anzahl Personen"

Konsequenzen im personellen Bereich sind nicht ausgeschlossen. Es werde zum Fall Hefenhofen «eine zweistellige Zahl» an Personen befragt, sagt Hanspeter Uster, Präsident der Untersuchungskommission.
Silvan Meile
Der Zuger Hanspeter Uster untersucht den Fall Hefenhofen. (Bild: Andrea Stalder)

Der Zuger Hanspeter Uster untersucht den Fall Hefenhofen. (Bild: Andrea Stalder)

Hanspeter Uster, wie weit sind Ihre Untersuchungen zum Tierschutzfall Hefenhofen gediehen?
Wir haben in den letzten Wochen eine Methode erarbeitet, von der wir überzeugt sind, zu guten Resultaten zu kommen. Inhaltlich können wir aber noch nichts sagen. Das wäre völlig unseriös.

Die Thurgauer Regierung will Abläufe überprüft haben, erwartet Vorschläge für fachliche Optimierungen. Werden zu Ihren Empfehlungen auch personelle Konsequenzen gehören?
Diese Frage zu beantworten, wäre eine Vorwegnahme, die ich bei einer seriösen Vorgehensweise nicht machen kann.

Aber Sie verstehen Ihren Auftrag schon so, dass Sie Ross und Reiter beim Namen nennen?
Die Regierung will wissen, was passiert ist, weshalb es passiert ist und welche Massnahmen ergriffen werden müssen. Und sie erwartet Empfehlungen von uns. Ich habe in all meinen bisherigen Untersuchungsberichten auch den Bereich Personelles nicht ausgeklammert.

Ihnen wurde vom Kanton freie Hand zugesichert, jeder Aktenschrank soll für Sie offen stehen. Wird dieses Versprechen eingehalten?
Ja. Das kann ich sagen. Wir haben beispielsweise auch Kopien beschlagnahmter Akten des Veterinäramts erhalten.

Journalisten erleben die Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt zurzeit als schwierig. Medien werden als Feindbild betrachtet. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Bisher hatte ich nur wenige Begegnungen. Unsere Position als Untersuchungskommission wird respektiert.

Sie können bei der Staatsanwaltschaft Akten verlangen. Kann ein Gesuch auch abgelehnt werden?
Ich habe noch kein Gesuch gestellt. Jedoch habe ich mit dem Generalstaatsanwalt darüber gesprochen. Gestützt auf die Strafprozessordung ist es so, dass wir ein Gesuch um Einsicht in die Akten eines parallel laufenden staatsanwaltschaftlichen Verfahrens verlangen können.

Im Moment beläuft sich der Aktenberg Ihrer Kommission bereits auf 30 Bundesordner, Tendenz zunehmend. Befragungen haben noch keine stattgefunden. Haben Sie die Liste mit Personen, die sie befragen wollen, schon erstellt?
Ich will keine Zahl nennen. Aber es wird eine zweistellige Anzahl Personen sein, die von uns befragt werden wird.

Ist auf der Liste auch ein Regierungsrat?
Ich habe meine Vorstellungen, wen wir alles befragen werden. Das teilen wir den Personen direkt und nicht über die Medien mit.

Für Sie ist denkbar, dass aus dem Regierungsrat, dessen Mitglieder Ihnen den Auftrag zu dieser Untersuchung erteilten, jemand auch auf der Liste der Befragten auftauchen kann?
Ja, natürlich. Das habe ich auch schon in anderen Untersuchungen gemacht. Das Interesse ist gegenseitig. Wir wollen dadurch möglichst viele Informationen verifizieren oder neue erhalten. Alle betroffenen Personen haben auch ein Interesse, ihre Sicht der Dinge darzulegen. Befragungen bieten die Möglichkeit, Stellung zu nehmen.

Was machen Sie im Fall Hefenhofen anders als in bisherigen Fällen wie jenem von Kneubühl in Biel oder anderen Untersuchungen?
Ich habe die meisten methodischen Bausteine schon früher benutzt und festgestellt, dass ohne ein gutes methodisches Programm solche Untersuchungen gar nicht bewältigt werden können. So explizit methodendefiniert wie jetzt habe ich aber noch keinen Fall untersucht; wichtige Inputs dazu verdanke ich meinen Kommissionsmitgliedern. Gerade aufgrund des sehr umfangreichen Aktenmaterials ist ein solches Vorgehen unabdingbar.

<em>Lesen Sie hier einen Kommentar zum Zwischenbericht.</em>

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.